Schaltschrankbearbeitung

Warum sich Schaltanlagenbauer Apeg für eine Perforex von Rittal entschied

Indem Apeg auf das vollautomatische Bearbeitungszentrum Perforex von Rittal entschied, sparen sich der Vorarlberger Schaltanlagenbauer nicht nur zwei Drittel der herkömmlichen Arbeitszeit. Wie sie damit eine durchgängige Wertschöpfung schafften.

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Produktivitätsbooster von Rittal: Was vorher Stunden an Arbeit bedeutet hat, sind jetzt nur mehr Sekunden. Die Schaltanlagenbauer Apeg sind von den Vorzügen der automatisierten Schaltschrankbearbeitung überzeugt.

Wo früher Nadel und Faden regierten, reiht sich heute in der Werkshalle ein Schaltschrank an den anderen. Seit 2002 fertigt hier die Firma Apeg Schaltanlagen für den industriellen Bereich, z. B. für Kläranlagen, Pumpwerke oder die Stahlindustrie. Aktuell wird an einem Wasserkraftwerk für Vorarlberg gearbeitet. „Wir liefern dafür die komplette Prozessleittechnik“, sagt Projekt hat im September 2016 begonnen, Ende April ist die Kundenabnahme geplant“, ergänzt Burkhard Glatz, Gründer und Geschäftsführer des in Rechnitz beheimateten Familienunternehmens. 130 Schränke werden es im Endausbau sein, rund 70 Schränke füllen derzeit die 600 m2 große Werkstätte und werden demnächst ausgeliefert.

Perforex beschleunigt Arbeitsprozesse

„Alles wird kleiner und schneller“, sagt Burkhard Glatz. „Das ist eine logische Konsequenz der Automatisierung. Das heißt, auch wir müssen uns mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigen, das für uns in erster Linie die Durchgängigkeit vom Engineeringprozess bis zur Fertigung bedeutet.“ Um die Fertigung der 130 Schränke für Vorarlberg zu optimieren, haben sich Burkhard Projekt hat im September 2016 begonnen, Ende April ist die Kundenabnahme geplant“, ergänzt Burkhard Glatz, Gründer und Geschäftsführer des in Rechnitz beheimateten Familienunternehmens.130 Schränke werden es im Endausbau sein, rund 70 Schränke füllen derzeit die 600 m2 große Werkstätte und werden demnächst ausgeliefert.

Perforex beschleunigt Arbeitsprozesse

„Alles wird kleiner und schneller“, sagt Burkhard Glatz. „Das ist eine logische Konsequenz der Automatisierung. Das heißt, auch wir müssen uns mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigen, das für uns in erster Linie die Durchgängigkeit vom Engineeringprozess bis zur Fertigung bedeutet.“ Um die Fertigung der 130 Schränke für Vorarlberg zu optimieren, haben sich Burkhard und Christian Glatz für eine Schaltschrankbearbeitungsmaschine entschieden. Warum? „Weil wir in der Fertigung nur zwischen vier und sechs Leute sind und das wäre zu wenig für den Auftrag“, erzählt Christian Glatz. So haben Vater und Sohn eine Perforex BC 1001 HC von Rittal gewählt. Mit dem Bearbeitungszentrum lassen sich sämtliche mechanischen Bearbeitungsschritte bei der Konfektionierung von Schaltschränken – wie Bohren, Gewindeschneiden sowie Fräsen von Ausschnitten – in einem Arbeitsgang erledigen und die Arbeit damit beschleunigen. „Auf Grund der kurzen Zeit, die wir für die 130 Schränke haben, hilft uns die Perforex sehr. Was vorher Stunden an Arbeit bedeutet hat, dauert jetzt nur mehr Sekunden“, zeigt sich Christian Glatz zufrieden mit der Investition. In der Perforex können Flachteile bis 2450 x 1600 mm sowie kubische Teile bis 1600 x 1400 x 1600 mm eingespannt und bearbeitet werden. Es lassen sich alle im Steuerungsbau üblichen Materialien wie Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und auch Kunststoff bearbeiten. „Die Qualität der Ausbrüche ist enorm und es gibt keine Abweichungen wie bei der manuellen Bearbeitung“, erklärt Christian Glatz. Die Programmierung erfolgt mittels der Software von Eplan. Das Zusammenspiel aus Engineering und automatischer Schrankbearbeitung verspricht eine Prozessbeschleunigung von bis zu 50 %. Denn die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt zwischen 15 und 20 Minuten pro Teil.

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apeg © Rittal / Erwin Muik

Setzten auf Automation und sparen sich bei den Türausbrüchen sicher zwei Drittel an Zeit. Burkhard und Christian Glatz sehen die Entscheidung für eine Perforex von Rittal als vollkommen richtig.

Rittal automatisiert den Schaltschrankbau

Die Aufgaben im Steuerungs- und Schaltanlagenbau sind schnell formuliert: Effizienz und Innovation auf der einen Seite steigern und Kosten auf der anderen senken. Das gelingt heute hauptsächlich durch die Optimierung von Produktionsprozessen. Mit der automatisierten Schrankbearbeitung will Rittal seinen Beitrag dazu leisten. Durch die Übernahme des kompletten Produktprogramms der Schwestergesellschaft Kiesling hat Rittal sein Angebot für den Steuerungs- und Schaltanlagenbaudurch den neuen Geschäftsbereich Rittal Automation Systems erweitert. Damit steht ein vielseitiges Produktprogramm für den professionellen Werkstattbetrieb zur Verfügung. Das Produktspektrum reicht dabei von manuellen Werkzeugen bis zu vollautomatisierten Bearbeitungszentren. Dazu bietet Rittal neben den Perforex-Bearbeitungscentern für Fräs- und Laserbearbeitung auch das vollautomatische Zuschnittcenter Secarex AC 15 für das Ablängen von Hutschienen und Kabelkanälen. Für die Kabelkonfektionierung bietet der neue Geschäftsbereich halbautomatische Abläng-, Abisolier- und Crimpautomaten an. Auch  Verbrauchsmaterial wie Aderendhülsen – lose oder gegurtet – gehören zum Lieferprogramm. Damit lassen sich Kabel für die Schaltschrankverdrahtung schnell und in hoher Qualität konfektionieren. Mit der Erweiterung des  Produktportfolios um neue Handwerkzeuge baut Rittal den Bereich Rittal Automation Systems zum Vollsortimenter für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau aus. Mit diesem neuen Angebot will Rittal Steuerungs- und Schaltanlagenbauer über die gesamte Prozesskette – vom Engineering bis hinein in die Werkstatt bzw. Produktion – unterstützen.

Apeg © Rittal / Erwin Muik

Bei APEG wird das volautomatische Bearbeitungszentrum Perforex von Rittal wird für die Fertigung von rund 130 Schränke verwendet.

Zeitersparnis durch einmalige Programmierung

„Bei den  Türausbrüchen ersparen wir uns sicher zwei Drittel an Zeit, locker auch bei den Montageplatten“, schätzt Christian Glatz die Zeitersparnis durch das Bearbeitungscenter. Und es eröffnet neue Geschäftsfelder. „Wir haben bereits zwei neue Kunden, obwohl wir die Maschine erst seit September in Betrieb haben“, freut sich der Geschäftsführer. Auch wenn sich laut Rittal die Maschine schon bei Losgröße 1 rentiert, setzen Vater und Sohn Glatz auf Folgeaufträge. „Bei Kraftwerken gibt es immer zwei idente Maschinen. Die Schaltschränke sehen bei Maschine 1 und 2 immer gleich aus. Das ist dann ein Vorteil, wenn man 2017 die eine Maschine baut und 2018 die andere. Den Aufwand für die Programmierung der Maschine hat man dann schon einmal erledigt“, freut sich Christian Glatz. „Wenn ich die Perforex nicht habe, brauche ich die gleiche Zeit wie vorher. So drücke ich auf den Knopf und alles geht automatisch“, ergänzt Burkhard Glatz. Auch bei Kunden, die übers Jahr eine bestimmte Anzahl an gleichen Schränken abrufen, muss man nur einmal programmieren und konfigurieren.

Erfolgreiche Familienbande

Es hat ein bisschen gedauert, bis sich die Kunden an den Firmennamen Apeg gewöhnt haben. „Einige Zeit hieß es: Gehen wir zu Glatz, der macht das“, erinnert sich Burkhard Glatz, der vor seiner Unternehmensgründung als Abteilungsleiter bei ABB tätig und in der Branche bekannt war. Von Anfang an war Apeg ein Familienunternehmen. Mit dabei: Ehefrau Eva in der Administration, wenige Jahre später folgten die Söhne Christian im Engineering und Michael in der Fertigung. „Wenn unsere Söhne damals nicht schon in technischen Ausbildungen gewesen wären, hätten wir diesen Schritt nicht gewagt. Und jetzt wird das  Unternehmen schön langsam fließend in die nächste Generation übergehen“, kokettiert Burkhard Glatz mit seinem Ruhestand. Bis dahin bleiben aber noch ein paar Jahre Zeit, in denen das Familienquartett weiter am Erfolg des Unternehmens arbeiten wird.

Perforex, BC, 1001, HC © Rittal

Schon bei rund 100 Schaltschränken pro Jahr rechnet sich die Anschaffung einer Rittal Perforex. 

Eckdaten zur Perforex

  • Bezeichnung: Perforex BC 1001 HC
  • Was: Vollautomatisches Bearbeitungszentrum für Schaltschrankteile
  • Spannbare Flachteile: 2450 B x 1600 H mm
  • Spannbare Kuben: 1600 B x 1400 H x 1600 T mm
  • Besonders weil: Bohren, Gewindeschneiden, Fräsen, Gravieren und Entgraten – vollautomatisch, schnell, exakt und verlässlich ablaufen.
  • Gut zu wissen: Die Programmierung erfolgt wahlweise auf der Basis einer einfachen und bauteilorientierten Werkstattprogrammierung oder mittels importierten CAD-Daten, z. B. aus EPLAN Pro Panel.
  • Auch interessant: Das Perforex Bearbeitungszentrum rechnet sich schon ab ca. 100 Schaltschränken/Jahr.
  • Mehr Infos unter: www.rittal.at/ras

Zum Auftraggeber APEG:

Burkhard Glatz gründete 2002 gemeinsam mit seiner Gattin das Familienunternehmen. Das notwendige Know-how brachte er aus seiner früheren Tätigkeit als Leiter der technischen Abteilung in einem Wiener Konzern mit. Heute ist sein Unternehmen APEG Spezialist in Planung, Herstellung und Montage von Schaltschränken und Energieverteilungen. Der Zusammenbau erfolgt mithilfe modernster Technologie, welche eine optimale Anpassung an die individuellen Fertigungsansprüche der Kunden ermöglicht.

Zum Auftragnehmer RITTAL:

Rittal ist ein Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal kommen in allen Bereichen der Industrie, im Maschinen und Anlagenbau sowie in der ITK-Branche zum Einsatz. 1961gegründet, ist Rittal mittlerweile mit 18 Produktionsstätten, 78 Tochtergesellschaften und 40 Vertretungen weltweit präsent. Mit insgesamt 10.000 Mitarbeitern ist Rittal das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Gruppe.

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