Unternehmensstrategie

Warum Maplan 4,5 Millionen in die Slowakei investiert

Der österreichische Maschinenbauer feierte Ende Juli Spatenstich in der Slowakei. Die Investitionen in der Slowakei sollen aber nicht zulasten des Maplan-Hauptsitz in Österreich gehen, ganz im Gegenteil. 

Maplan Investition Maschinenbau

Feierlicher Spatenstich: (vlnr.) Martin Stoličný, Architekt, Philippe Soulier, Eigentümer, Ingrid Soulier, Eigentümerin, Juraj Říha, Bürgermeister Malacky, Wolfgang Meyer, CEO Maplan, Aleš Hreha, Strabag, Leo Heidegger, CFO, Tomáš Moc, Strabag

Der österreichische Maschinenbauer Maplan feiert Ende Juli Spatenstich in Malacky in der Slowakei und wird dort 4,5 Millionen Euro investieren. Die Investitionen in der Slowakei gehen nicht zulasten des Maplan-Hauptsitzt in Österreich, ganz im Gegenteil! Maplan investiert bis Anfang 2018 insgesamt 20 Millionen Euro in neue Fertigungsstätten. Mit rund 50 Millionen Euro hat Maplan 2017 den stärksten Umsatz und die beste Auftragslage der Firmengeschichte.

Slowakei: Baubeginn der neuen Anlage

Die Fertigung von Schaltschränken läuft in Malacky bereits seit 2015 erfolgreich. Jetzt wird erweitert: Die Vorproduktion wird ausgeweitet, die Fertigung von Metalteilen und die Montage von Baugruppen wird gestartet. 18 Mitarbeiter sind bereits in der Slowakei beschäftigt, auf über 50 Mitarbeiter soll in den nächsten Jahren aufgestockt werden. Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück werden eine 3.500 Quadratmeter große Werkhalle wie auch ein 400 Quadratmeter großes Bürogebäude entstehen. Heute ist Spatenstich im Geschäftspark von Malacky, eröffnet wird im März 2018. Der Standort zwischen Wien und Bratislava bietet eine perfekte Anbindung und Infrastruktur. Das Betriebsgelände bietet zudem Potenzial zur Erweiterung. Der Bau wird von der Strabag Slowakei als Generalunternehmer betreut, der Entwurf stammt von dem renommierten Industriearchitekt Martin Stolciny.

Die Wirtschaftsprognosen für Österreich mussten gerade nach oben korrigiert werden, und diesen Drive spürt der Maschinenbauer auch in den Zahlen. Neue Mitarbeiter wurden aufgenommen, die Investitionen erhöht. Mit dem neuen Werk in Kottingbrunn und der Umstellung von einer Einzelplatz- auf eine Taktfertigung konnte 2017 die Produktionskapazität auf über 500 Maschinen jährlich verdoppelt und die Durchlaufzeiten um 30 Prozent verringert werden.

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Wachstumskurs auch in Europa

Auf dieser Hightech-Produktion in Europa ruht sich Maplan aber nicht aus, denn 72 Millionen Euro Umsatz lautet das Fünfjahresziel! Um das zu erreichen, wird jetzt in zwei neue Maplan-Werke investiert. Ab September wird in China für den asiatischen Markt produziert, 130 Kilometer von Kottingbrunn entfernt werden in der Slowakei jetzt Komponenten und Baugruppen vorproduziert. „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir als Best-Practice-Company weiterhin die Industriestandards im Bereich Gummi-Spritzgusstechnik setzen werden. Mit dem Service dort, wo es gebraucht wird: vor Ort. Unsere Mitarbeiter können sich darauf verlassen, dass Maplan durch Wachstum und Expansion weiterhin für Beschäftigung und Entfaltung stehen wird“, sagt Maplan-Geschäftsführer Wolfgang Meyer.

Über Maplan: Ursprünglich ging die Maplan GmbH aus der Starlinger Gruppe hervor und ist seit 2012 im Besitz der Familie Soulier. Das Management der Maplan GmbH besteht aus dem Chief Executive Manager Philippe Soulier und dem Chief Executive Manager DI Wolfgang Meyer. Maplan beschäftigt weltweit 260 Mitarbeiter. Die Eigenkapitalquote des Maschinenbauunternehmens ist stabil und liegt deutlich über 40 Prozent. Maplan produziert sogenannte Elastomer-Spritzgießmaschinen und -Pressen und exportiert diese in mehr als 60 Länder weltweit. Der Exportanteil liegt bei 99 Prozent.