Corona-Krise

VW fährt auch am Stammsitz die Produktion wieder hoch

Zwickau und Bratislava produzieren bereits, nun zieht das Hauptwerk in Wolfsburg mit der Autoproduktion nach.

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Eineinhalb Monate musste VW die Autoproduktion wegen der Corona-Krise pausieren.

Nach fast eineinhalb Monaten Zwangspause in der Corona-Krise fährt der VW-Konzern die Autoproduktion auch in der Wolfsburger Zentrale wieder langsam an. Im sächsischen Zwickau, wo das neue E-Modell ID.3 gefertigt wird, sowie bei den SUVs und Kleinwagen in Bratislava (Slowakei) hatte das Unternehmen kürzlich schon mit dem Neustart begonnen.

Neben Wolfsburg sollen nun Hannover und Emden sowie weitere Standorte in Europa hinzukommen. Während der Unterbrechung - Mitte März ausgelöst durch die eingebrochene Autonachfrage, weltweit gekappte Lieferketten und Ansteckungsrisiken in den Fabriken - hatte VW nur kleine Bereitschaftsteams in den Werken gehalten. Sie bereiteten eine vorsichtige Wiederaufnahme des Betriebs vor. Nun greifen strengere Hygienekonzepte, Abstandsregeln und kürzere Reinigungsintervalle. Zudem sollten Schichtpläne umgebaut werden, um übergangsweise weniger Mitarbeiter zur gleichen Zeit im gleichen Raum zu haben.

Die Lkw- und Bus-Tochter MAN in München startet ebenfalls am Montag. Das VW-US-Werk Chattanooga (Tennessee) kehrt ab dem 3. Mai aus der Pause zurück. Im Gegensatz zu Deutschland, wo für Zehntausende Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet worden war, galt für die US-Kollegen zuletzt meist unbezahlter Zwangsurlaub. Anfang Mai sollen Fabriken in Lateinamerika und Südafrika den Betrieb aufnehmen. (APA/dpa)