RISC Software GmbH

Virtueller Neurochirurgie- Simulator

Die Forschungsabteilung für Medizin-Informatik der RISC Software GmbH präsentiert auf der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurochirurgie einen neu entwickelten Simulator für Neurochirurgische Aneurysmen-Eingriffe.

Im Rahmen des FFG Bridge Programms entwickelt das Projektteam gemeinsam mit der Landesnervenklinik Wagner Jauregg, dem AKH Linz und dem Cliphersteller Aesculap AG einen Force-Feedback Trainingssimulator für sogenannte Clipping Operationen. Dabei können an einem virtuellen Modell der menschlichen Gehirnarterien verschiedenartige Clips abgesetzt werden.

Keine Scheu vor Vergleichen.

Das System ist aktuell noch in Entwicklung, der Projektabschluss ist für Juni 2015 geplant. Der aktuelle Entwicklungsprototyp wurde vom Fachpublikum sehr interessiert aufgenommen und als bereits sehr realistisch eingestuft. Auch den Vergleich mit dem Simulator „NeuroTouch“ vom kanadischen Forschungszentrum mussten die Forscher aus Hagenberg nicht scheuen. Das Millionen-Dollar Projekt aus Kanada ist auf Tumor- und Geweberesektionen spezialisiert. Die Möglichkeit zum Training von Clipping-Operationen fehlt darin allerdings, was für den Hagenberger Simulator große Chancen eröffnet. Auch bei den Anschaffungskosten können die Medizin-Informatiker der RISC Software GmbH deutlich günstiger als die Konkurrenz aus Kanada anbieten, was von den Ärzten erfreut aufgenommen wurde. Nach Projektabschluss soll der Simulator zuerst in der Landesnervenklinik Wagner Jauregg und in der Aesculap Akademie für das Training von jungen Neurochirurgen zum Einsatz kommen. 

Im kommenden Februar wurde das Forscherteam bei der internationalen Konferenz „SPIE Medical Imaging“ in Orlando (USA) für einen Fachvortrag akzeptiert. Dort wollen die Hagenberger ihr System erstmals einem internationalen Fachpublikum vorstellen.„Der kanadische NeuroTouch ist durch das große Entwicklerteam und die größeren finanziellen Ressourcen deutlich weiter entwickelt als unser System, aber wir können uns mit unserer Speziallösung für die Clipping-Operation davon abheben. Wir haben viele Rückmeldungen bekommen, dass die Nachfrage für genau eine solche Simulation durchaus gegeben ist.“, so Projektleiter Johannes Dirnberger.