Statement

VDMA: Zunehmender Protektionismus bedroht den Maschinenbau

Die EU-Kommission hat in einem aktuellen Bericht eine wachsende Zahl von Handelsbarrieren und zunehmenden Protektionismus im Welthandel festgestellt. Jetzt meldet sich der Verein deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA).

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„Zunehmender Protektionismus bedroht den Maschinenbau." Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA

Die EU-Kommission hat in einem aktuellen Bericht eine wachsende Zahl von Handelsbarrieren und zunehmenden Protektionismus im Welthandel festgestellt. Dazu sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA: „Die wachsende Zahl der Handelshemmnisse ist eine echte Bedrohung für den Maschinenbau. Der Anstieg der Anzahl der weltweiten Handelsbarrieren um gut 7 Prozent im Jahr 2018 ist erschreckend, deckt sich aber mit den Erfahrungen unserer Mitgliedsfirmen, die verstärkt von steigenden Herausforderungen durch Protektionismus berichten. Vor allem mittelständische Unternehmen haben kaum eine Chance, Handelshemmnisse beispielsweise durch den Aufbau von Produktionsstätten im Ausland zu umgehen. Gerade in der sich eintrübenden konjunkturellen Lage in Europa trifft die Unsicherheit im Welthandel die Unternehmen besonders hart. Der deutsche Maschinenbau liefert mehr als 50 Prozent seiner Exporte in Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes und ist daher auf offene Märkte besonders angewiesen. Anlass zur Sorge sind vor allem die Marktabschottungen in China, unserem zweitwichtigsten Exportmarkt, sowie in Russland und Brasilien.“

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