Handelskrieg

USA vs. China: KUKA leidet unter den Streitigkeiten

Der deutsche Roboterhersteller Kuka bekommt die Verunsicherung wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China deutlich zu spüren. Ein Sparprogramm mit Personalabbau soll helfen.

USA China Unternehmen Robotik Konjunktur KUKA Automation

Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China haben Folgen für Kuka. Aufträge aus China brachen um die Hälfte ein.

Im zweiten Quartal halbierte sich der Gewinn des deutschen Roboterherstellers Kuka im Vergleich zum Vorjahresquartal auf gut 20 Mio. Euro, wie das Unternehmen Anfang August mitteilte.

USA, China und der Brexit verunsichern

Von April bis Juni sanken die Auftragseingänge um fast fünf Prozent auf 914 Mio. Euro. Besonders stark war der Rückgang in China, wo die Aufträge um die Hälfte einbrachen. Die Konzernerlöse gaben um sechs Prozent auf rund 802 Mio. Euro nach.

"Die abgeschwächte Konjunktur, der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie der Brexit verunsichern unser Umfeld", sagte Vorstandschef Peter Mohnen. "Unsere Kunden werden in ihrem Investitionsverhalten zurückhaltender."

Sparprogramm soll helfen

Die Probleme will Kuka mit einem Sparprogramm in den Griff bekommen, das der Roboterhersteller zu Jahresbeginn auf den Weg brachte. Dazu zählt ein Personalabbau von 350 Mitarbeitern am Standort Augsburg. Seit Jahresbeginn sei man gut vorangekommen, sagte Mohnen. In der zweiten Jahreshälfte sei jedoch "noch einiges zu meistern".

White Paper zum Thema

Für das Gesamtjahr peilt der Roboterbauer weiter einen leicht auf rund 3,3 Mrd. Euro steigenden Umsatz an, nach 3,2 Mrd. Euro im Jahr 2018. Die Ebit-Marge für den Gewinn vor Zinsen und Steuern soll bei rund 3,5 Prozent liegen, nach 3 Prozent im ersten Halbjahr. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.(APA/dpa)

Verwandte tecfindr-Einträge