Logistik

SSI Schäfer baut neues Distributionszentrum für Altmühltaler Mineralbrunnen

Die Altmühltaler Mineralbrunnen haben SSI Schäfer mit dem Bau ihres neuen Logistikzentrums am Unternehmenssitz in Treuchtlingen beauftragt. Wie der Intralogistik-Experte mit seinem Lager-Konzept überzeugen konnte.

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Für die Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH errichtet SSI Schäfer ein neues Distributionszentrum mit Hochregallager, Leerpaletten-Annahme und Warenauslieferung am Unternehmenssitz in Treuchtlingen.

Die Altmühltaler Mineralbrunnen hat SSI Schäfer mit dem Bau ihres neuen Logistikzentrums am Unternehmenssitz in Treuchtlingen beauftragt. Die Kombination aus Hochregallager (HRL), Fördertechnik und Elektrohängebahn sowie der passgenau zugeschnittenen Logistiksoftware Wamas wird künftig eine optimale wie effiziente Lagerlogistik ermöglichen.

Der Neubau ist Teil eines übergreifenden Modernisierungs- und Investitionskonzeptes, mit dem der Getränkehersteller die Produktion und Logistik am Stammsitz der Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren neu strukturiert. „Ziel sind Kapazitätserweiterungen, Effizienzsteigerungen bei der Lagerung und Auftragsfertigung sowie die Entlastung der historischen Innenstadt Treuchtlingens“, erklärt Günter Kutschera, Geschäftsführer der Altmühltaler Mineralbrunnen, und begründet darüber hinaus die Auftragsvergabe. „Das von SSI Schäfer vorgelegte Logistikkonzept, die Kenndaten von Komponenten und Anlage sowie die prozessrelevanten Referenzen zeigten uns Perspektiven für eine langfristige Investitionssicherheit, das hat uns schnell überzeugt.“

Wie das Distributionszentrum funktionieren soll

In zwei Bauabschnitten plant der Hersteller, seinen traditionsreichen Produktionsstandort aus der Innenstadt in ein südlich des Stadtkerns gelegenes Industriegebiet auszulagern. Im ersten Schritt errichtet SSI Schäfer auf dem 8,4 Hektar großen Gelände das neue Distributionszentrum mit HRL, Leerpaletten-Annahme und Warenauslieferung. Mit Übergabe der schlüsselfertigen Anlage beginnt aus dem Distributionszentrum die Belieferung der Großabnehmer durch Spediteure. In einem zweiten Bauabschnitt könnten die Produktions- und Abfüllanlagen des Herstellers verlagert werden. Nach deren Umzug würde dann die vollautomatische Anbindung des Logistikzentrums an die Produktion möglich sein.

White Paper zum Thema

Den Auftrag für die Bauantragsplanung sowie die Realisierung der Gebäude erhielt erneut der Bauspezialist Goldbeck. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bielefeld arbeitet bereits seit einigen Jahren partnerschaftlich mit SSI Schäfer zusammen. Für den Altmühltaler Mineralbrunnen realisierte Goldbeck zudem bereits Baumaßnahmen im nordhessischen Breuna sowie in Baruth/Brandenburg. Das 1969 gegründete Unternehmen konzipiert, baut und betreut Gewerbeobjekte mit dem Schwerpunkt Industrie- und Logistikhallen, Bürogebäude und Parkhäuser. Goldbeck ist sowohl Partner für die mittelständische Wirtschaft als auch für Großunternehmen, Investoren, Projektentwickler und öffentliche Auftraggeber.

Elektrohängebahn verbindet das alte mit dem neuen Produktionsgebäude

Für die Übergangszeit wird die in der Stadtmitte abgefüllte Ware per Shuttledienst zum neuen Distributionszentrum transportiert, dort in der hauseigenen Logistiksoftware WAMAS vereinnahmt und vollautomatisch ein- und ausgelagert. Die Intralogistikspezialisten von SSI Schäfer werden ein HRL mit 50.400 Palettenstellplätzen für eine doppeltiefe Lagerung, eine großräumige Warenein- und –ausgangszone mit jeweils 15 Rampen nebst Fördertechnik und Bereitstellungsbahnen realisieren. In dem 14-gassigen HRL werden energieeffiziente Regalbediengeräte vom Typ Exyz die Ein- und Auslagerungsprozesse übernehmen. Gesteuert und koordiniert von WAMAS führt die Palettenfördertechnik die Auftragspaletten sequenziert auf Bereitstellungsbahnen im Warenausgang zusammen. Das unterstützt schnellstmögliche Beladeprozesse sowie kurze Umschlagzeiten. Die Einrichtung einer Elektrohängebahn verbindet das HRL künftig direkt mit dem vorgelagerten Produktionsgebäude.

Der Montagebeginn für das HRL, das in Silo-Bauweise realisiert wird, ist für Mitte 2017 vorgesehen. Ab Juli 2018 soll die gesamte Getränkedistribution des Produktionsstandortes zunehmend über das neue Distributionszentrum abgewickelt werden.