Neuausrichtung

Software-AG-Chef Brahmawar ist in Übernahmelaune

Der neue Chef der deutschen Software AG Sanjay Brahmawar will die Neuausrichtung mit Zukäufen des Konzerns vorantreiben. Man hätte ein Kapital von bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

Übernahme Unternehmen SAP Software AG IT

1,5 Milliarden Euro: Der neue Chef der deutschen Software AG Sanjay Brahmawar will die Neuausrichtung mit Zukäufen des Konzerns vorantreiben und kann dabei aus dem Vollen schöpfen.

Der neue Chef der deutschen Software AG will die Neuausrichtung mit Zukäufen des Konzerns vorantreiben und kann dabei aus dem Vollen schöpfen. "Wir könnten leicht zwischen 1,0 und 1,5 Mrd. Euro aufbringen, sollte sich die richtige Gelegenheit auftun", sagte Sanjay Brahmawar.

Gespräche mit potenziellen Übernahmekandidaten

Die Software AG - zweitgrößter deutscher Softwarekonzern nach SAP - führe bereits Gespräche mit potenziellen Übernahmekandidaten und sei vor allem an Übernahmen in den Bereichen Datenintegration und Internet der Dinge interessiert. Seit August leitet Brahmawar den MDAX-Konzern, er war vorher unter anderem Geschäftsführer von IBM Watson Internet of Things.

Brahmawar will eine Neuausrichtung

Im 50sten Jahr der Firmengeschichte verschreibt Brahmawar der Software AG eine Neuausrichtung, um den Konzern in die "neue Ära der Digitalisierung" zu führen. Dafür will die Firma sich auf weniger Produkte konzentrieren und den Fokus auf Nordamerika, Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie den asiatisch-pazifischen Raum legen. "Es geht nicht darum, Mitarbeiter zu entlassen. Das ist kein Sparprogramm", sagte der neue Firmenchef, der bereits ein neues Führungsteam um sich versammelt hat. Insgesamt würden 50 Mio. Euro für die Neuausrichtung in die Hand genommen. Der Softwareriese SAP hatte diese Woche angekündigt, sich im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms verjüngen zu wollen und 4.400 Stellen abzubauen.

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2018 ging der Umsatz der Software AG vor allem wegen negativer Währungseffekte um 1,5 Prozent auf knapp 866 Mio. Euro zurück, während das Betriebsergebnis (EBIT) um vier Prozent auf fast 232 Mio. Euro zulegte. An der Börse kamen die Pläne und die Jahreszahlen nicht gut an. Die Aktie gab zum Handelsstart fast zehn Prozent nach. (APA/Reuters)

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