Mergers&Acquisitions

So viele Übernahmen gab es 2018 in Österreich

Im Vorjahr hat es in Österreich Unternehmenszusammenschlüsse oder Firmenübernahmen mit einem Wert von 10 Milliarden Euro gegeben. GE Jenbacher, ZKW und AHT Cooling Systems waren die großen Brocken.

Im Vorjahr hat es in Österreich 230 Unternehmenszusammenschlüsse oder Firmenübernahmen gegeben, mit einem Wert von 11 Mrd. Dollar (10 Mrd. Euro). Das entspricht dem Niveau der vergangenen fünf Jahre, schreibt die Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) in einem am Montag veröffentlichten Bericht. 2017 hatte es 235 Mergers&Acquisitions gegeben.

Der größte Deal war 2018 der Kauf von Jenbacher (genauer: der Distributed-Power-Unternehmenssparte von General Electric) durch den Investitionsfonds Advent um 3,3 Milliarden Dollar. Dahinter folgen der Kauf der deutschen Karstadt-Kaufhäuser durch den Tiroler Investor Rene Benko und seine Signa Holding (1,9 Milliarden Dollar), der Verkauf der ZKW Holding an eine Investorengruppe (1,2 Milliarden Dollar) und die Übernahme der AHT Cooling Systems durch Daikin Industries mit 1 Milliarde Dollar.

2019 deutlich weniger Deals 

Für 2019 zeichnet sich ein Rückgang der Fusionen und Übernahmen ab: Im ersten Halbjahr gab es nur 95 Transaktionen im Wert von 911 Mio. Dollar. Das entspricht einem Rückgang bei der Anzahl der Geschäfte um 24 Prozent und beim Wert um 85 Prozent. Sollte die steirische ams bei Osram zum Zuge kommen, würde das bei einem Transaktionswert von 4 Mrd. Dollar die Statistik für 2019 deutlich aufbessern. Es dürfte aber deutlich weniger Deals geben als 2018.

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Weltweit hat es im Vorjahr zwar noch einen hohen Transaktionswert gegeben, das liegt aber nur an einigen Megadeals. Die Zahl der Geschäfte ist seit fünf Quartalen rückläufig, schreibt BCG. Die unsicherer werdenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich ab dem zweiten Halbjahr 2018 negativ auf die Anzahl der Deals aus. (APA)

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