Intralogistik

Sieben autonome Flitzer, die Ihre Logistik optimieren

Eine Lösung für die neuen Herausforderungen in der Logistik sind flexible fahrerlose Transportsysteme (FTS). Factory präsentiert sieben Produkte, mit denen sich die Intralogistik optimieren lässt.

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Eine Möglichkeit den Herausforderungen in der Intralogistik zu begegnen, sind Fahrerlose Transportsysteme (FTS).

Ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) sorgt für Flexibilität und Transparenz in der Intralogistik. Es ermöglicht, verschiedene Güter mit unterschiedlichem Gewicht zu transportieren und auf schwankende Leistungsanforderungen zu reagieren. Die Transportvorgänge können gut kalkuliert werden. Freigewordene Personalressourcen können umverteilt und Kosten gesenkt werden. Fahrerlose Transportsysteme lassen sich in bereits bestehende Lagerstrukturen integrieren. Factory zeigt sieben aktuelle Lösungen, die die Intralogistik fit für zukünftige Anforderungen machen.

1. ActiveShuttle: Vollautomatisiert in der Fabrik der Zukunft mit Bosch Rexroth

Active, Shuttle © Bosch Rexroth

Die offizielle Markteinführung des ActiveShuttle von Bosch Rexroth soll im vierten Quartal 2019 erfolgen.

Das ActiveShuttle von Bosch Rexroth transportiert vollautomatisiert Lasten von bis zu 260 kg. Es befördert Bodenroller, die mit Kleinladungsträgern beladen sind, flexibel und sicher durch die Fabrik. Die Bodenroller werden mit Hilfe einer integrierten Hubplattform vollautomatisiert auf- bzw. abgeladen. Mit dem ActiveShuttle lassen sich vielfältige Transportkonzepte realisieren: von zyklischen Transporten bis hin zu einer verbrauchsgesteuerten Materialversorgung. Per Plug-and-Go lässt sich das autonome Transportsystem einfach in die Intralogistik integrieren. Die bestehende Infrastruktur der Fabrik muss nicht angepasst werden. Das ActiveShuttle Management System und die zertifizierten Sicherheitslaserscanner sorgen für eine sichere Navigation im Mischbetrieb. Auch wenn gleichzeitig andere Transportfahrzeuge eingesetzt werden oder Personen anwesend sind, fügt sich das Fahrzeug in das Umfeld ein. Dank der automatischen Kartenaktualisierung sind Veränderungen im Fahrbereich für das ActiveShuttle kein Problem. Der Transportbetrieb wurde bislang in acht Werken erprobt. Das ActiveShuttle Management System (AMS) übernimmt die Steuerung der gesamten Fahrzeugflotte. Transportaufträge können manuell oder, dank vorhandener Schnittstellen, auch vollautomatisiert über Drittsysteme eingespeist werden. Alle Transportaufträge werden dokumentiert. Das sorgt für Transparenz und macht es möglich, Logistikabläufe weiter zu optimieren. Die ersten Kundenapplikationen werden im zweiten Halbjahr 2019 umgesetzt. Die offizielle Markteinführung ist für das vierte Quartal 2019 geplant.

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2. OSR Shuttle Evo+: Die schwarmintelligente Systemlösung von Knapp

https://youtu.be/6rhkXRG9ovk Die Systemlösung OSR Shuttle Evo+ von Knapp arbeitet mit den Open Shuttles. Beide sind flexibel skalierbar, das heißt die Leistung kann angepasst werden.

OSR Shuttle Evo+ ist eine Systemlösung von Knapp und vereint die Vorteile eines automatischen Lagersystems mit der Flexibilität und Schwarmintelligenz von autonomen Transportrobotern (AMR), den Open Shuttles. Damit kann jeder Ort im Lager mit dem zentralen Lagersystem verbunden werden. Das Lagersystem OSR Shuttle Evo+ und auch die Open Shuttles sind flexibel skalierbar, sodass die Leistung angepasst werden kann. Waren und Rohstoffe werden zentral im OSR Shuttle Evo+ gelagert. Für den Transport sorgen dann die autonomen Transportroboter Open Shuttles. Sie arbeiten im Schwarm und übernehmen Behälter, Kartons oder Trays vom OSR Shuttle Evo+. Einer dieser Transportroboter kann pro Fahrt eine Ladung von bis zu 100 kg transportieren. Mithilfe der Open Shuttles kann jeder Arbeitsplatz jederzeit auf die Artikel im zentralen Lagersystem zugreifen. Dank einer automatischen Hubeinheit übergeben die Open Shuttles die Ladungsträger in ergonomischer Höhe für die Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Die autonomen Transportroboter benötigen keine Infrastruktur, wie etwa Leitlinien oder Schienen. Sie verfügen über moderne Sensorik und suchen sich ihren Weg auf der verfügbaren Fläche. Menschen, anderen Fahrzeugen oder Hindernissen weichen die Open Shuttles automatisch aus.

3. outdoorScan3: Sicher navigieren durch Nebel, Regen und Schnee mit Sick

https://youtu.be/0xwfkFfapSE Der outdoorScan3 von Sick arbeitet auch bei unterschiedlichen Wettereinflüssen wie Sonne, Regen, Schnee oder Nebel zuverlässig.

Der Sicherheits-Laserscanner outdoorScan3 von Sick ermöglicht den Einsatz zertifizierter Sicherheitssensorik auch außerhalb von Fertigungshallen. Damit können Fahrerlose Transportsysteme sicher durch außenliegende Industrieumgebungen navigieren. Dank der Scantechnologie outdoor-SafeHDDM® arbeitet der outdoorScan3 bei unterschiedlichen Wettereinflüssen wie Sonne, Regen, Schnee oder Nebel zuverlässig. Das eröffnet Potential zur Automatisierung von Prozessen und Steigerung der Effizienz. Die Vision einer sich selbst steuernden Wertschöpfungskette im Sinne von Industrie 4.0 rückt damit ein Stück näher an die Realität. 

4. LogOS Communication Manager: FTS-Steuerung am Handgelenk von MLR

MLR, Smartwatch © MLR

Ganz einfach vom Handgelenk aus lassen sich mit dem LogOS Communication Manager von MLR Fahrerlose Transportfahrzeuge steuern.

MLR hat den LogOS Communication Manager erweitert: Über einen Instantmessenger werden Meldungen an mobile Endgeräte, wie Smartwatches, Smartphones oder Tablets versendet. Durch eine Vibration am Handgelenk meldet etwa die Smartwatch dem Servicemitarbeiter den Eingang einer Nachricht. Die Leitsteuerung des Fahrerlosen Transportsystems informiert ihn, wenn Hindernisse den Weg der Transportfahrzeuge versperren oder ein Not-Aus bei einem Fahrzeug gedrückt wurde. Das System meldet die Position, wo ein Fahrerloses Transportfahrzeug stehen geblieben ist und liefert gleichzeitig den Fehler. Mit den mobilen Endgeräten können die Mitarbeiter schon vor Ort mit dem Leitsystem interagieren und müssen keinen Terminal aufsuchen. Sie können die Fehlermeldung per Smartwatch bestätigen, ablehnen oder auch weitere Optionen auswählen. 

5. EKX 516a: 24/7 im Einsatz mit Jungheinrich

Jungheinrich, EKX, 516a © Jungheinrich

Der EKX 516a von Jungheinrich verfügt über eine Traglast von 1.600 kg und ist für Lageraufgaben bis zu 13 Metern Hubhöhe gedacht.

Der automatisierte Elektro-Kommissionier EKX 516a von Jungheinrich basiert auf dem Dreiseitenstapler EKX 516 mit einer Traglast von 1.600 kg. Er wurde um Automatisierungskomponenten ergänzt und ist für Lageraufgaben bis zu 13 Metern Hubhöhe gedacht. Durch die Induktivführung in Kombination mit Transpondern kann sich das Fahrzeug präzise am Lagerplatz positionieren und die Gassen wechseln. Alle Abläufe erfolgen automatisch. Der EKX 516a ist mit einem 80-Volt-Synchron-Reluktanzmotor ausgestattet und reduziert den Energieverbrauch um bis zu zehn Prozent. Dazu trägt auch das patentierte Nutzsenken- und bremsen für maximale Energierückgewinnung bei. Der automatisierte Hochregalstapler ist, durch die Integration eines On-Board-Laders und die Ausstattung mit Stromschiene und Stromabnehmer, auch für einen 24/7-Einsatz gerüstet. 

6. Amadeus: Hoch hinaus mit DS Automotion

DS, Automotion, Amadeus © DS Automotion

Der Stapler Amadeus von DS Automotion basiert nicht auf einem manuellen Fahrzeug, sondern war von Beginn an für den fahrerlosen Betrieb gedacht.

Der Stapler Amadeus von DS Automotion wurde von Beginn an für den fahrerlosen Betrieb konzipiert. Er basiert nicht auf der Technologie eines bestehenden manuellen Fahrzeugs. Amadeus beherrscht das konturbasierte Navigieren und auch die Lasernavigation. Optional kann der Stapler auch Magnetpunkte oder Reflektoren für eine höhere Genauigkeit zur Positionierung nutzen. Amadeus ist mit allen frei navigierenden Systemen von DS Automotion kompatibel und kann daher in bereits bestehende Anlagen integriert werden. Die Sensoren für die Personensicherheit arbeiten ohne blinden Fleck, mit ungehinderter Rundumsicht. Der Stapler verfügt über ein 10“ Touch-Display und kann auch mit Sprachausgabe ausgestattet werden. Das farbige Bodenlicht vermittelt Informationen zum Zustand auf einen Blick. Weitere Optionen sind TOF-Kameras, Blue Spot Projektoren und Objektschutzkameras. Amadeus verfügt über einen Standard-Trog für Traktionsbatterien. Damit lässt sich das Fahrzeug mit allen gängigen Akku-Technologien betreiben. Geladen wird mittels Bodenkontakten oder extern, durch Batterietausch. Die lange Lebensdauer und die geringen Instandhaltungskosten bergen Einsparungspotential. 

7. CarryPick: Flexibel kommissionieren mit Swisslog

CarryPick, FTS, Swisslog © Swisslog

Im CarryPick-System von Swisslog kann der Lagerbestand in Kartons, Behältern oder auch in Einzelteilen gelagert werden.

Das FTS-basierte Logistik-System CarryPick von Swisslog eignet sich für verschiedene Branchen. Die mobilen Fahrzeuge transportieren mobile Regale an die Kommissionier-Arbeitsplätze. Das System ist flexibel und kann schnell auf sich ändernde Kundenbedürfnisse und -anforderungen angepasst werden. CarryPick eignet sich gut für Unternehmen, die viele heterogene Produkte haben und wo eine schnelle Lieferung und Kosteneffizienz gefragt ist. Das System von Swisslog unterstützt verschiedenste Produktgrößen und -gewichte. Es ermöglicht, bei zunehmenden Lagervolumen rasch neue Regale und Fahrzeuge hinzuzufügen oder diese von einem Lagerort an einen anderen zu verlegen. CarryPick lässt sich in bestehende Gebäude integrieren, da Flächen schon bei einer geringen Deckenhöhe genutzt werden können. Im CarryPick-System kann der Lagerbestand in Kartons, Behältern oder auch in Einzelteilen gelagert werden. Die mobilen Fahrzeuge werden durch die integrierte Steuerungssoftware „Carry Manager“ gesteuert. Sie fahren unter die Regale, heben sie an und transportieren sie zum jeweiligen Arbeitsplatz. 

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