Unternehmensstrategie

Semperit stoppt Produktion in chinesischem Werk

Der mitten in der Umstrukturierung steckende Gummikonzern Semperit legt eines seiner drei Werke in China still. Die Produktion in Shandong wird sofort gestoppt, teilte der Konzern mit.

Semperit Unternehmen China Produktion

Sempertrans-Standort in Shandong wird stillgelegt - 120 Mitarbeiter betroffen.

"Die Produktion in Shandong wird sofort gestoppt", teilte der Konzern mit. 120 Mitarbeiter sind von der Maßnahme betroffen. Am Sempertrans-Produktionsstandort Best (ShanDong) Belting Co. Ltd. in der Provinz Shandong sind Textil- und Stahlseilgurte hergestellt worden. Nach eingehender Analyse habe der Vorstand der Semperit AG Holding mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Produktion in der Provinz Shandong an der chinesischen Ostküste zu beenden. Für die Arbeitnehmer würden "entsprechende Sozialmaßnahmen" vorbereitet.

Chinesische Sempertrans-Werk erwirtschafteten 15 Mio. Euro

Die Werksstilllegung ist den Angaben zufolge Teil des laufenden Restrukturierungs- und Transformationsprozesses und wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Unternehmensgruppe heuer aus jetziger Sicht um rund 10 Mio. Euro schmälern. Darin sollen neben Rückstellungsbildungen auch Abschreibungen und andere Wertberichtigungen enthalten sein. Das chinesische Sempertrans-Werk erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 15 Mio. Euro.

Andere Standorte wiesen perspektivisch höhere Margen auf, erklärte das Management. Die beiden weiteren chinesischen Semperit-Werke in Shanghai laufen weiter: "Die sind gesichert", sagte Konzernsprecherin Monika Riedel zur APA. Die zwei Standorte gehören zu anderen Unternehmenssegmenten - Semperform und Semperflex. Dort werden unter anderem Profile und Handläufe bzw. Schläuche produziert.

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Die Gesellschaft in Shandong ist ein Joint Venture, das die Semperit AG Holding den Angaben zufolge 2010 mit dem staatsnahen chinesischen Energieunternehmen Wang Chao Coal & Electricity Group gegründet hat. Der chinesische Partner hält derzeit 16,1 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. (APA)

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