Künstliche Intelligenz

Schweizer Denkfabrik zeichnet Watson aus

Der 13. Gottlieb Duttweiler Preis geht an die KI-Plattform Watson. IBM-Forschungsleiter John E. Kelly lll wird den renommierten Preis am im Frühsommer 2019 stellvertretend entgegennehmen. 

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IT IBM KI

Maschine folgt Mensch: Nach Joschka Fischer gewinnt die KI-Plattform Watson den 13. Gottlieb Duttweiler Preis.

Watson ist auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz die leistungsfähigste Computerplattform der Welt. Einer breiteren Bevölkerung wurde die von IBM entwickelte Maschine 2011 bekannt, als sie im US-amerikanischen Fernsehquiz Jeopardy! gewann. Heute erbringt Watson Leistungen von unschätzbarem Wert, insbesondere auf den Gebieten des Gesundheitswesens, der Mobilität und des Handels, schreibt die Jury.  "Im Namen aller, die zur Entwicklung von Watson beigetragen haben: Wir fühlen uns geehrt diesen renommierten Preis zu erhalten", sagt Kelly, dessen Team Watson entwickelt. 

Das Gottlieb Duttweiler Institut ist ein Forschungsinstitut mit Sitz in Rüschlikon bei Zürich und als unabhängige Denkfabrik die älteste Denkfabrik der Schweiz. 

Nach Joschka Fischer gewinnt Watson

Die Liste bisheriger Preisträger umfasst hochverdiente Führer wie Václav Havel, Joschka Fischer oder Kofi A. Annan. Heute scheint die Ära der Einzelkämpfer indes zu Ende, das Morgen gehört Teams aus Menschen und Maschinen. So entstand Watson denn auch durch kollektive Leistung. "Unsere Zukunft hängt davon ab, wie Menschen und Maschinen zusammenarbeiten", sagt David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts. Kelly pflichtet bei: "Es ist entscheidend, die Einführung von Technologie verantwortungsvoll zu begleiten. Die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen wird geleitet sein von KI-Grundsätzen, die auf Vertrauen und Transparenz basieren." 

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Watson steht für eine Zukunft, in der übermenschliche Komplexität mit übermenschlicher Intelligenz bewältigt wird. Ohne sie werden wir Probleme wie Klimaerwärmung, Krankheiten oder ungenügende Bildung nicht lösen. Doch wo macht eine Technisierung unseres Lebens Sinn? Wo nicht? "Zu dieser Diskussion will das GDI mit seiner bewusst kontroversen Preisvergabe beitragen", sagt GDI-Stiftungsratspräsidentin Sarah Kreienbühl. Dass Watson in der Schweiz mitentwickelt wird, belege im Übrigen die Bedeutung des Forschungsstandorts, schreiben die Schweizer. 

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