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Schulterschluss der Zukunft

Europa soll zum führenden Standort für Batterieentwicklung und -produktion ausgebaut werden. Dieses gemeinsame Ziel nennt sich „IPCEI Batterien“. Österreich spielt dabei eine bedeutsame Rolle.

Industriellenvereinigung Österreich Batterie Standort

Ziel ist es, Europa zum führenden Standort für Batterieentwicklung und -produktion auszubauen: vom Abbau von Rohstoffen über die Batteriezellenproduktion, der Produktintegration bis hin zum Recycling.

Die Welt von heute steht vielen neuen Herausforderungen gegenüber, von der digitalen Transformation über den Klimawandel bis zum Gesundheitsschutz. Überall in Europa werden daher über „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEIs) transeuropäische Konsortien aufgebaut, die technologische Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft auf den Weg bringen sollen. „IPCEIs schaffen dabei auch für kleine Staaten wie Österreich einen Platz am Tisch der großen Technologienationen, um als ebenbürtige Partner an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft mitzuwirken“, so Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV).

Voraussetzung dafür seien klare Bekenntnisse und Budgetzusagen von Seiten der österreichischen Politik, um diese gemeinsamen Initiativen von öffentlichem und privatem Sektor zu ermöglichen. „IPCEI Batterien“ sei daher in Österreich als Startpunkt für einen „Schulterschluss der Zukunft“ zu werten. „Ein neuer Weg zur Förderung von Technologie auf weltweitem Spitzenniveau, gemeinsam ermöglicht durch Staat und Unternehmen und dies auf transnationaler europäischer Ebene. Durch IPCEIs entstehen nachhaltige Lösungen für die Zukunft und den Wohlstand und die Lebensqualität von morgen“, so Neumayer.

Die Technologiepolitik von morgen schon heute

Der Start von „IPCEI Batterien“ stellt einen Meilenstein in der Technologiepolitik dar, insbesondere in der österreichischen. Das betont auch Neumayer anlässlich der am gestrigen Dienstag erteilten Genehmigung des Großprojektes durch die Europäische Kommission. Insgesamt 42 Unternehmen aus zwölf Mitgliedstaaten engagieren sich in dem Vorhaben, darunter auch sechs innovative Unternehmen aus Österreich.

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Zusammen ans Ziel

Gemeinsam habe man sich das Ziel gesetzt, Europa zum führenden Standort für Batterieentwicklung und -produktion auszubauen: vom Abbau von Rohstoffen über die Batteriezellenproduktion, der Produktintegration bis hin zum Recycling. Die Initiative versteht sich als Impuls zur Stärkung von Forschung, Technologie und Innovation in Europa und adressiert gleichzeitig den Klimaschutz und die Umsetzung des „European Green Deals“.

Wer profitiert

Das nun gestartete paneuropäische Großprojekt zum Thema Batterien ist das erste, das auch mit österreichischer Beteiligung durchgeführt wird. „Wir haben eine Reihe von technologisch führenden Unternehmen in unserem Land. Wir müssen alles daran setzen, diese Frontrunner in strategischen europäischen Wertschöpfungsketten zu positionieren“, so Neumayer. Davon würden nicht nur die Unternehmen selbst profitieren, sondern auch tausende Zulieferunternehmen und auch der Wissenschaftsbereich, der eng mit den Technologieunternehmen kooperiert. „IPCEIs machen all das möglich, es ist daher enorm wichtig für Österreich aktiv mit dabei zu sein, wenn solche europäischen Konsortien aufgebaut werden“, sagt Neumayer.