Pionierarbeit

Pilotenlose Lufttaxis: FACC wagt eine Entwicklungspartnerschaft

FACC kooperiert bei Flugtaxis mit chinesischem Start-up EHang, dessen Prototyp bald zur Serienreife gebracht werden soll. Einer Roland Berger-Studie zufolge könnten pilotenlose Drohnen in fünf bis zehn Jahren realistisch werden.

FACC kooperiert bei Flugtaxis mit chinesischem Start-up EHang.

Der mehrheitlich in chinesischer Hand stehende Luftfahrtzulieferer FACC mit Sitz in Ried, Oberösterreich, hat mit dem chinesischem Start-up EHang ein strategische Partnerschaft geschlossen, um pilotenlose Lufttaxis zu entwickeln. Mit FACC soll EHangs Prototyp zur Serienreife gebracht werden, teilte die an der Wiener Börse notierte Firma am Mittwoch mit. Ziel sei auch ein Testfeld in Österreich.

Die Unternehmensberatung Roland Berger veröffentliche indes eine Untersuchung zu Flugtaxis. Ein Ergebnis der Studie "Urban Air Mobility: The rise of a new mode of transportation" ist, dass viele technische und gesetzliche Fragen noch offen sind. Roland Berger geht davon aus, dass Passagierdrohnen erst in fünf bis zehn Jahren realistisch sind.

https://www.youtube.com/watch?v=Mr1V-r2YxME So funktionieren die chinesischen Flugtaxis von EHang

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Aktuell sind bereits mehrere Lufttaxi-Dienste in Planung, unter anderem vom Fahrdienst-Vermittler Uber. Auch die Flugzeugbauer Airbus und Boeing arbeiten an eigenen kleinen Maschinen für solche Dienste. Laut Roland Berger sind rund 75 Unternehmen weltweit an der Entwicklung von Passagierdrohnen beteiligt.

2017 absolvierte ein selbstfliegendes Lufttaxi der deutschen Firma Volocopter seinen Jungfernflug in Dubai - allerdings noch ohne Insassen. Das Emirat möchte Passagierdrohnen auf lange Sicht als öffentliches Verkehrsmittel einsetzen.

Dass diese autonom fliegenden via Mobilfunknetz gesteuerten Flugtaxis den Autoverkehr verdrängen und somit staugeplagte Städte entlasten, ist aber selbst unter Experten strittig - oder zumindest Zukunftsmusik. Auch Flugsicherungen sind wegen des Sicherheitsaspektes im Luftraum über Städten skeptisch. Derzeit sind Drohnen für die Radar-Geräte nicht sichtbar. (APA)

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