Vernetzung

Partnerschaft: Wie Amazon VW helfen soll

Der Automobilkonzern plant offenbar eine weitreichende Zusammenarbeit mit dem Online-Riesen. Amazon soll die Werke und Lager von VW miteinander vernetzen.

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Screenshot vom LinkedIn-Profil: "Looking forward to shaping the future together", schreibt VW-Chef Herbert Diess und postet ein Selfie mit Amazon-Chef Jeff Bezoz. 

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, will VW offenbar eine weitgehende Partnerschaft mit Amazon eingehen. Der Online-Riese soll helfen, die Produktivität in den VW-Fertigungshallen zu steigern. Der VW-Boss Herbert Diss will nämlich, dass bis zum Jahr 2025 seine Werke um ein Drittel produktiver arbeiten. Diess hat in letzter Zeit immer wieder deutlich gemacht, dass VW mit seinen 650.000 Mitarbeitern nicht unantastbar ist. Der Konzern stehe unter massivem Druck von neuen Wettbewerbern. Ein Grund, warum Diess in letzter Zeit immer wieder Kooperationen ein mit anderen großen Unternehmen einging. Wie zuletzt mit US-Fahrzeugkonzern Ford. 

Das verräterische Selfie auf LinkedIn

Letzte Woche dann ein überraschendes Selfie mit Amazon-Chef Jeff Bezoz auf der Netzwerkplattform LinkedIn. Gemacht auf der "Mars"-Konferenz von Amazon, wo sich immer allerlei Technik-Denker zusammenfinden. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung vereinbarten die beiden dort eine strategische Partnerschaft zu einer Art "Industrie-Cloud", deren Details bald bekannt gegeben werden sollen. Amazon ist vor allem für seine leistungsfähigste Cloud der Welt bekannt. Viele aus der Industrie gieren nach diesen Skalierungstalent. So auch Siemens. Nicht umsonst ist Amazon Web Service (AWS) Teil der IoT-Plattform "Mindsphere World". Interessant ist, dass VW unlängst eine Kooperation mit Microsoft bekannt gegeben hat. Mit Azure bietet auch Microsoft eine Cloud-Plattform an. Es scheint aber, dass nun Amazon den Vorzug erhält. 

VW will die Rechenkapazität von Amazon nutzen

VW will offenbar diese Rechenkapazitäten nutzen, um die eigenen Effizienzziele nach oben zu kurbeln. Schaffen könnte das der Automobilkonzern, indem er Amazon seine Anlagen, Zulieferungen und Lager zusammenschalten und vernetzten lässt. Warum zusammenschalten? VW hat ein Problem. Die verschiedenen Fahrzeugfabriken und -produktion in aller Welt und ihre Lager arbeiten derzeit mit völlig unterschiedlichen Software-Systemen. Bei so vielen "Silos" ist es schwierig einen Überblick zu behalten. Und das stört wiederum die Gesamteffizienz. Zu seinem Selfie-Bild mit Bezoz schrieb Diess übrigens: "Freue mich, gemeinsam die Zukunft zu gestalten." 

White Paper zum Thema

Tipp der Redaktion: Sie wollen mehr über Amazon Web Service und deren Cloud wissen, hören Sie rein in den ersten Industrie-Podcast über "Künstliche Intelligenz in der Industrie". 

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