Getriebefertigung

Pankl eröffnet 42 Mio. Werk in Kapfenberg

Getriebefertigung nach neuesten technologischem Standard. Der heimische Rennsport- und Luftfahrtzulieferer Pankl Racing Systems hat sein neues Werk im obersteirischen Kapfenberg eröffnet.

Pankl investierte rund 42 Mio. Euro in neues Kapfenberger Werk.

Der heimische Rennsport- und Luftfahrtzulieferer Pankl Racing Systems AG hat sein neues "High Performance Antriebswerk" (PHPS) und das "Pankl Additive Manufacturing Competence Centers" (PAMCC) im obersteirischen Kapfenberg eröffnet. Investiert wurden rund 42 Mio. Euro.

Produziert wird schon seit vorigem Jahr, am Donnerstag erfolgte der offizielle Start. Die Investition sei die größte in der Firmengeschichte, hieß es in einer Mitteilung. Pankl erzielt einen Jahresumsatz von rund 200 Mio. Euro und beschäftigt weltweit 1.700 Mitarbeiter, davon 1.025 in der Steiermark - 125 davon im neuen Werk. Seit 2012 hat die Pankl-Gruppe eigenen Angaben zufolge im Großraum Kapfenberg fünf Großprojekte realisiert. Dabei seien in Summe 100 Mio. Euro an Investitionen geflossen sowie Umsatz und Personalstand mehr als verdoppelt.

Additive und smarte Fertigung

Das in zwei Jahren errichtete neue Werk in Kapfenberg besteht aus drei Teilbereichen. Der größte Bereich ist die voll digitalisierte und "smart" automatisierte Getriebefertigung. Der zweite Teilbereich besteht aus einer Wärmebehandlungsanlage, der dritte betrifft das Thema "Additive Manufacturing". Neben der Pankl-eigenen Fertigung wird hier in Kooperation mit voestalpine Böhler Edelstahl, EOS und Quintus das "Pankl Additive Manufacturing Competence Center" (PAMCC) betrieben. Ziel ist die Weiterentwicklung der Technologie, um sie speziell im Automobil- und Luftfahrtbereich zu etablieren. Die Kooperation mit voestalpine Böhler Edelstahl ermöglicht laut Pankl eine gemeinsame Entwicklung von neuen und optimierten Metallpulvern als optimales Ausgangsprodukt für den Druckprozess.

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Mit EOS sei ein führender Hersteller von Lasersintermaschinen an Bord, denn die richtige thermische Nachbehandlung sei die grundlegende Basis für die Funktionalität von gedruckten Bauteilen, hieß es in einer Unternehmensmitteilung. Über den Kooperationspartner Quintus sei eine HIP Anlage (Heiß Isostatisch Pressen) angeschafft worden. (APA)