Cloud

Österreichische Post verlegt ihre IT in die Cloud

Die Österreichische Post verlegt ihre IT-Anwendungsentwicklung in die Cloud. Gemeinsam mit Avanade wurde Microsoft Visual Studio Team Services als zentrale Plattform implementiert.

Österreichische Post Avanade IT Cloud

Das komplette Vorstandsteam der Österreichischen Post ist sich sicher, dass mit Hilfe der eingeführten Plattform, Anwendungen schneller und in höherer Qualität zu den Nutzern gelangen. 

Das zentrale Nervensystem der Österreichischen Post bildet eine IT-Landschaft, die über die Jahre mit immer neuen Anforderungen gewachsen ist. Dazu gehört heute insbesondere die Digitale Transformation: ein strategisches Ziel des gesamten Konzerns – und eine wichtige aktuelle Kernaufgabe für die IT. Vor diesem Hintergrund begann die Post im Jahr 2014 mit der Modernisierung ihrer IT, immer unter der Prämisse, die neuesten Technologien, Methoden und Standards einzusetzen. Das galt auch für die Modernisierung der gut 100 Mitarbeiter umfassenden Abteilung für IT Application Development, die Software-Lösungen für das eigene Unternehmen entwickelt. Knapp 200 Applikationen und eine Vielzahl an Systemen hatten sich zu Ungunsten von Transparenz und teamübergreifender Zusammenarbeit über die Jahre historisch angesammelt.

Neue Umgebung verkürzt Zeit zur Inbetriebnahme neuer Software

Für die Entwicklung neuer Applikationen folgt das Unternehmen gemeinsam mit Avanade aufgesetzten Prozessen. Der auf der VSTS-Plattform mittels teamübergreifend einheitlicher Standards und Normen generierte Code wird dabei in einem zentralen Verzeichnis abgelegt – aus ihm heraus lassen sich automatisch Programme erzeugen, testen und in den verschiedenen Umgebungen bis hin zur produktiven Umgebungen bereitstellen. Dabei haben alle Verantwortlichen jederzeit den aktuellen Entwicklungsstand im Blick und sind immer über den Zielerreichungsgrad einzelner Anwendungen sowie den Gesamtstatus der IT-Anwendungsentwicklung informiert.

Die Erfolge des Projekts zeigen sich in der täglichen Arbeit, die auch die Kunden des Unternehmens innerhalb und außerhalb Österreichs erfahren: Bei der Brieflogistik geht es um die tägliche Steuerung von insgesamt 9.000 Zustellern. Stehen für die zugehörigen IT-Applikation Änderungen an, kann das Unternehmen sie innerhalb weniger Stunden programmieren, testen und verteilen. In der Vergangenheit hätte ein solcher Vorgang mindestens drei Wochen gedauert. Für die Zukunft hat die Post einen weiteren Ausbau des Systems vor. Dabei haben die Verantwortlichen vor allem das Anforderungsmanagement und die Übergabe in den Betrieb im Visier.

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„Wir möchten, dass die Fachabteilungen ihre Anforderungen direkt über die Plattform an uns richten. Das beseitigt einen Medienbruch und sorgt für mehr Dynamik", so Christina Wegscheider, Projektleiterin bei der Österreichische Post. Sie ist verantwortlich für die Einführung der Plattform und erklärt das Unterfangen wie folgt: „Es ging hier um weit mehr als einfach um eine neue Software zu installieren. Das war ein Transformations-Projekt mit großer Bedeutung für die Art, wie wir künftig arbeiten. Vieles läuft nachts und ohne menschlichen Bereuungsaufwand, das beschleunigt den Prozess ganz enorm. Gleichzeitig bestätigen Fachabteilungen und die Mitarbeiter der IT-Anwendungsentwicklung gleichermaßen, dass sich auch die Qualität der Applikationen im Zuge des Projekts verbessert hat. Hier spielte auch die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Avanade im Zuge der Prozessgestaltung eine wichtige Rolle."

„Österreich zählt nicht unbedingt zu den Vorreitern in Sachen Cloud. Allerdings sehe ich derzeit eine Tendenz, dass die Unternehmen ihre Vorbehalte abbauen, das mag sicher auch an erfolgreichen Projekten im Ausland liegen. Vor diesem Hintergrund zählt die Österreichische Post sicherlich zu den innovativsten Unternehmen hierzulande, und das zeigt auch das Projekt", ergänzt Christiane Noll, Geschäftsführerin von Avanade Österreich. „Unser Team hat ganz deutlich gespürt, dass hier eine ‚Cloud-First-Mentalität' entstanden ist, von der das Unternehmen nun profitiert. Bei einem Blick auf Themen wie Künstliche Intelligenz und ‚Robot-Process-Automation' ist diese Offenheit für Neues extrem wichtig."

Mit circa 24.000 Mitarbeitern ist die Österreichische Post eines der landesweit größten Unternehmen. Der Konzern befördert jedes Jahr 860 Millionen Briefe, 590 Millionen adressierte und 3,5 Milliarden unadressierte Werbesendungen sowie 80 Millionen Pakete und Express-Sendungen (EMS), 400 Millionen Printmedien und 290 Millionen Regionalmedien. Die Post stellt mehr als 15.000 Briefkästen bereit und betreibt knapp 1.800 Filialen für den persönlichen Kundenservice.

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