Forschung

Neues Infineon Forschungsgebäude in Linz eröffnet

Globale Innovationskraft „Made in Linz“ braucht bestens ausgebildete technische Fachkräfte, attraktive Ausbildungsmöglichkeiten, exzellente Partner und eine starke Vernetzung auf vielen Ebenen.

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Der Infineon Standort in Linz von links: Manfred Ruhmer (Geschäftsführer Infineon Technologies Linz), Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG) und Harald Kainmüller (Betriebsratsvorsitzender am Standort Linz).

Im Zuge einer Online-Veranstaltung wurde das neue Forschungsgebäude von Infineon Austria in Linz eröffnet. Die Teilnehmer*innen erhielten einen virtuellen Einblick in den Halbleiter-Entwicklungsstandort sowie einen Ausblick auf Erfolgsfaktoren und zukunftsweisende Rahmenbedingungen für den Technologiestandort Linz. Unter dem Titel „Im Wissens- und Innovationsnetzwerk in die Zukunft“ diskutierten Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, Barbara Weitgruber, Sektionsleiterin vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria sowie Gastgeber Manfred Ruhmer, Geschäftsführer von Infineon in Linz. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Rahmenbedingungen: Globale Innovationskraft „Made in Linz“ braucht bestens ausgebildete technische Fachkräfte, attraktive Ausbildungsmöglichkeiten, exzellente Partner und eine starke Vernetzung auf vielen Ebenen.

Sabine Herlitschka meint: „Der Standort Linz hat für uns als eines der forschungsstärksten Industrieunternehmen Österreichs eine große strategische Bedeutung. Hier wird an Schlüsseltechnologien für Mobilfunkanwendungen und Fahrassistenzsysteme für das autonome Fahren gearbeitet. Mit derzeit über 250 Millionen verkauften 77 GHz-Radarchips ist Infineon in diesem Bereich Technologie- und Weltmarktführer. Dazu brauchen wir hochqualifizierte Fachkräfte und begrüßen alle Aktivitäten, die den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Linz weltweit für Fachkräfte noch attraktiver macht.“

„Infineon zeigt eindrucksvoll vor, wie Forschungskooperationen in Netzwerken von Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich zu Innovationen am Weltmarkt führen und damit Garanten für die heimische Standortsicherung und Arbeitsplätze darstellen. Auf Basis des neuen Forschungsfinanzierungsgesetzes, der FTI Strategie 2030 und dem FTI Pakt 2021-2023 wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft künftig noch weiter vorantreiben, aber auch den Wirtschaftsstandort Österreich verstärkt mit dringend benötigten Nachwuchskräften im MINT-Bereich stärken“, sagt Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung. „So ist es wichtig, schon ab dem Kindergarten entlang der gesamten Bildungskette Neugierde und Begeisterung für naturwissenschaftliche wie technisch-handwerkliche Inhalte und Fächer zu wecken, Talente zu entdecken und bestmöglich zu fördern.“

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Technologie als Schrittmacher für Bildung und Innovation

Um frühzeitig technische Talente zu gewinnen, setzt Infineon auf Zusammenarbeit, sei es bei Forschungsprojekten als auch in der Ausbildung. Bisher haben über 370 junge Menschen durch Praktika, Bachelor-, Master- oder Dissertationsarbeiten am Standort in Linz ihre wissenschaftliche Expertise mit Aufgaben aus der industriellen Praxis verbinden können. Aktuell laufen neun Dissertationsarbeiten in enger Verbindung mit dem Standort.

Meinhard Lukas, Rektor der JKU: „An der Johannes Kepler Universität denken und erforschen wir den technologischen Fortschritt im breitest möglichen Sinn, dieser inter- und transdisziplinäre Ansatz wird vor allem im Bereich unseres Linz Institute of Technology (LIT) seit seiner Gründung forciert. Als dritte Säule neben Lehre und Forschung stellt sich die JKU der „Third Mission“, dem Transfer des Wissens in Gesellschaft und Region. Das im Jahr 1999 von Alt-Rektor Hagelauer gegründete JKU Spin-Off, welches nunmehr als Teil von Infineon Austria firmiert, ist hierfür ein Paradebeispiel. Am österreichischen Standort ist es daher unerlässlich, dass Wissenschaft, Lehre und Wirtschaft bestmöglich zusammenarbeiten."

Weltmarktführer bei Radarchips mit Raum für die Zukunft

Seit der Gründung als Spin-off der JKU im Jahr 1999 und dem Einstieg von Infineon hat sich der Standort zum globalen Kompetenzzentrum für Hochfrequenztechnologien mit 180 Mitarbeiter*innen aus 28 Ländern entwickelt. Mit dem Bezug des neuen Gebäudes in der Donaufeldstraße im Vorjahr setzte Infineon Technologies Linz (vormals DICE) den nächsten Schritt. Manfred Ruhmer, Geschäftsführer Infineon Linz: „Das Gebäude wurde für die Zukunft ausgerichtet und bietet neben den hochmodernen Labor- und Messtechnikbereichen eine Kapazität für rund 400 Arbeitsplätze.“