Josef Baker-Brunnbauer arbeitet seit 20 Jahren mit Start-ups und etablierte Unternehmen. Er berät in unterschiedlichen Branchen zu Geschäftsmodellinnovationen, Produktinnovationen, Change und digitaler Transformation. In seinem neuen Buch „The Secret Key“ widmet er sich der Geschäftsmodellentwicklung in etablierten Unternehmen. Er absolvierte Ausbildungen in Softwareentwicklung, Psychologie und internationalem Management. In seiner Freizeit entdeckt er neue Möglichkeiten außerhalb seiner Komfortzone und treibt Ausdauersport (Triathlon, 24-Stunden-Rennradrennen, Klettern und Skitouren).

Kolumne

Mit der Zukunft Geld verdienen

Wie lässt sich mit der Zukunft Geld verdienen? Dazu möchte ich Sie in den nächsten Ausgaben des Magazins zu einer Gedankenreise in die Welt der Geschäftsmodelle einladen.

Blog Geschäftsmodelle Digitalisierung

Zuerst eine kurze Reisevorbereitung: Erfahrungsgemäß gibt es sehr unterschiedliche Definitionen zum Begriff »Geschäftsmodell«. Einigen wir uns daher darauf, dass ein Geschäftsmodell (Business Model) eine Beschreibung ist wie ein Unternehmen einen Wert (im besten Fall auch einen Nutzen) generiert, zustellt und erfasst. Oder, wie Peter Drucker sagt: „Voraussetzungen, für was ein Unternehmen bezahlt wird.“ Den Fokus sehe ich dabei nicht nur am Ertragsmodell, sondern am Gesamtbild (ob das nun visuell übersetzt ein Canvas mit neun Blöcken oder zum Beispiel ein Magic Triangle ist, überlasse ich ganz ihren persönlichen Geschmack). Lassen Sie uns mit dem gemeinsamen Verständnis eines Geschäftsmodells die Reise beginnen.

Anfangs habe ich erwähnt, dass wir einen Blick darauf werfen, wie wir mit der Zukunft Geld verdienen können. Vielleicht fragen Sie sich wieso ich nach „mit der Zukunft“ und nicht „in der Zukunft“ gefragt habe. Es ist einfach: Die Zukunft ist je nach Branche, Technologie oder Politiker immer schwerer vorherzusagen. Vielleicht ändert sich das einmal, wenn eine künstliche Superintelligenz an der Macht ist? Aber das ist ein anderes Thema.

Gründe für die erschwerte Prognostizierung sind: Steigende Geschwindigkeit, neue Technologien und Globalisierung. Was ich damit meine? Wer hätte in der Vergangenheit damit gerechnet, dass der japanische Kamerahersteller Sony möglicherweise Autos oder zumindest spezifische Komponenten anbieten wird? Wie kann ein amerikanisches Unternehmen (auch bekannt unter dem Namen Apple) mit kabellosen Kopfhörern mehr Umsatz machen als Spotify, Twitter und Snapchat zusammen? Es scheint, als ob in der Zukunft fast alles möglich wäre. Fragt sich, ob und wie sich das auf die Industrie auswirken wird. Wo sehen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte in sechs Jahren? Damit meine ich nicht einen früher typischen Automobilentwicklungszyklus, sondern eine Vielzahl an Iterationen, welche sich dynamisch dem Markt und den Kundenbedürfnissen anpassen. Wären erfolgreiche Geschäftsmodelle aus anderen Branchen, wie zum Beispiel aus der Unterhaltungselektronik, ein Megahit? Was meinen sie?

White Paper zum Thema

Wir sind nun bereits am ersten Zwischenstopp unserer gemeinsamen Reise angekommen. Ich hoffe, Sie sind neugierig wo uns die Reise hinführt. Das nächste Mal lesen sie, wie wir ein Geschäftsmodell mit der Zukunft erstellen können.