Cobots

Mit Cobots durch turbulente Zeiten

COVID-19 stellt Wirtschaft und Gesellschaft vor historische Herausforderungen. Obwohl wir längst in volatilen Zeiten leben, hat die Pandemie die allermeisten Unternehmen überrascht. Wie Automatisierung Unternehmen helfen kann, solche unerwarteten Durststrecken besser zu überstehen – und trotz der Krise zu wachsen.

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Selten war es für Entscheider so wichtig wie heute, die eigene Produktion gegen Risiken abzusichern. Auch abseits des Pandemiegeschehens prägen wirtschaftliche und politische Unwägbarkeiten das internationale Marktgeschehen und stellen Handelsbeziehungen auf die Probe. Unternehmen brauchen Strategien, um auch in unruhigen Zeiten den Kurs zu halten und flexibel zu reagieren. Automatisierung mit kollaborierenden Robotern (‚Cobots‘) bietet  hier die Möglichkeit, die nötige Stabilität zu wahren. Cobots lassen sich einfach bedienen, sind vielseitig einsetztbar und amortisieren sich schnell. Dadurch machen sich die Vorteile der Automatisierung seit einigen Jahren auch für KMU bezahlt. 

Flexibler produzieren mit Cobots

Cobots sind kompakte Leichtbauroboter, die nach erfolgreicher Risikobeurteilung direkt mit dem Menschen zusammenarbeiten können. Sie lassen sich schnell umrüsten und erledigen mit Peripheriegeräten wie Greifern oder Kamerasystemen ganz unterschiedliche Aufgaben – sei es in der Montage, der Qualitätsprüfung oder der Maschinenbeschickung. Aufgrund ihrer Leichtbauweise lassen sich die Roboterarme einfach bewegen und an verschiedenen Orten in der Fertigung einsetzen. So können Unternehmen Prozesse flexibler gestalten und ihre Produktion bei Bedarf schnell an neue Gegebenheiten anpassen. 

Pandemie: Prozesse schnell umrüsten 

In Anbetracht der Pandemie haben zum Beispiel einige Firmen ihre Produktion umgerüstet auf die Herstellung dringend benötigte Atemschutzmasken oder Beatmungsgeräte. Dazu gehört auch der Automobilhersteller SEAT: Der spanische Autohersteller stellte im März dieses Jahres eine seiner Montagelinien kurzfristig um und produzierte statt Autoteilen 300 Beatmungsgeräte pro Tag. Der Automobilriese installierte einen UR10e am Ende der Linie, um eine Qualitätsprüfung des Verriegelungsmechanismus am Schaltkasten der Einheit durchzuführen. 

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Ebenfalls in Spanien hat der Kunststoffhersteller Pepri seine Produktion auf die Fertigung von Komponenten für Krankenhausbetten umgestellt, die stark nachgefragt werden – darunter Seitenstützen, Kopf- und Fußteile. Pepri hat seine Produktionslinie dank der hohen Flexibilität des verwendeten UR-Cobots schnell angepasst, da dieser sich problemlos für eine andere Aufgabe programmieren lässt. Der UR-Cobot wird aktuell beim Schneiden der blasgeformten Kunststoffteile eingesetzt.

Die niedersächsische Firma MSK Industrie Service & Consulting stellt normalerweise Komponenten für die Automobilindustrie her. Als die Pandemie begann und der Bedarf an Atemschutzmasken sprunghaft stieg, beteiligte sich das Unternehmen an einer Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums. MSK bekam den Zuschlag und produziert heute dringend benötigte FFP2-Masken. Ein UR5e unterstützt bei deren fachgerechter Verpackung: Der Roboterarm nimmt die fertigen Masken aus der herstellenden Maschine und legt sie in einem genau definierten Winkel in die Verpackungsmaschine ein. Pro Woche produziert und verpackt MSK so eine halbe Millionen Masken. Mithilfe des Cobots kann das Unternehmen rund um die Uhr produzieren und seine Maschinenkapazitäten dadurch optimal auslasten. 

Roboter erleichtern Social Distancing 

Die Beispiele zeigen, wie Cobots Fertigungsbetrieben helfen, ihre Produktion bei Bedarf schnell umzustellen. Darüber hinaus ermöglichen es die Roboterarme, Abstandsregeln in der Fertigungshalle einzuhalten und variablere Produktionszeiten zu fahren, wenn Schichten aufgeteilt werden, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig in der Fertigung arbeiten. Doch auch jenseits der Industrie sorgen sie für sichere Prozesse: In Portland zum Beispiel bereitet ein UR-Cobot namens Jarvis Kaffee-Spezialitäten zu. Café-Betreiber Joe Yang bemerkte, dass nach dem Ausbruch von COVID-19 immer weniger Menschen in seinen Coffeeshop kamen. Daraufhin beschloss er, seine Kunden zu schützen, indem er einen Cobot als Barista engagierte. So reduziert er die sozialen Kontakte beim Kaffee-Kauf und senkt das Infektionsrisiko für seine Kunden. 

Lieferketten mit Automatisierung verkürzen 

Produzierende Unternehmen weltweit standen schon vor der Pandemie vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, der Bedarf nach flexiblen Lösungen mit schneller Amortisation sowie steigender Wettbewerbsdruck sind nur einige davon. Die aktuelle Krise verschärft den Handlungsdruck angesichts unterbrochener Lieferketten sogar noch, denn die Stabilisierung der Supply Chain hat für viele Unternehmen jetzt oberste Priorität. Ein mögliche Lösung ist Reshoring: Firmen holen Produktionsschritte, die sie aus Kostengründen in Niedriglohnländer ausgelagert hatten, ins Ursprungsland zurück. Das funktioniert in Hochlohnländern jedoch nur mithilfe von Automatisierung. Cobots können hier ihre Stärken ausspielen: Sie sind flexibel, sehr schnell und einfach zu installieren und können problemlos für verschiedene Aufgaben umprogrammiert werden. Cobot-gestütztes Reshoring verkürzt die Lieferketten und hilft Unternehmen, sich aus der Abhängigkeit internationaler Supply Chains zu lösen. Denn ob ein Cobot in Indien, China oder Deutschland produziert, macht für den Hersteller preislich keinen Unterschied. Krisen wie die COVID-19-Pandemie können in einer globalisierten Welt immer wieder ausbrechen. Cobots helfen auch Ihrer Firma, sich dagegen zu wappnen. Kurzfristige Maßnahmen bringen wenig: Vielmehr sollten Sie Ihre Prozesse nachhaltig absichern, um unvorhergesehenen Störungen jederzeit souverän begegnen zu können. Die skizzierten Beispiele zeigen, wie Automatisierung Unternehmen auf vielfältige Weise resilienter macht. 

Über Universal Robots

Universal Robots wurde 2005 gegründet, um Robotertechnologie durch die Entwicklung leichter, benutzerfreundlicher sowie preisgünstiger und flexibler Industrieroboter, die ein sicheres Arbeiten ermöglichen, allen zugänglich zu machen. Seit der erste Roboter 2008 auf den Markt kam, hat das Unternehmen ein beträchtliches Wachstum erfahren und verkauft seine benutzerfreundlichen Roboterarme mittlerweile weltweit. Universal Robots, dem Unternehmen Teradyne Inc. zugehörig, hat seinen Unternehmenssitz im dänischen Odense und verfügt zudem über regionale Niederlassungen in den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, der Tschechischen Republik, Polen, der Türkei, China, Indien, Singapur, Japan, Südkorea, Taiwan und Mexico. Universal Robots erzielte 2019 einen Umsatz von rund 248 Millionen USD. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.universal-robots.com/de oder auf unserem Blog https://blog.universal-robots.com/de.