Studie

Milliardenpotenzial für Wasserstoff im Maschinenbau

Welche Dynamik hinter der Erzeugung von Brennstoffzellen und der Herstellung von Anlagen zum Einsatz von Wasserstoff in der Industrie steckt.

Der Maschinenbau wird laut Experten voraussichtlich stark vom absehbaren Boom der Wasserstoffwirtschaft profitieren. Das globale Marktvolumen steigt laut einer Studie der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) für die Branche bis 2050 auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar (etwa 167 Milliarden Euro) jährlich. Das Geschäft mit den Elektrolyseuren zur Produktion von Wasserstoff birgt dabei allein ein Potenzial von 60 bis 65 Milliarden Dollar.

Dem Bericht zufolge spielen Konzerne wie Siemens oder thyssenkrupp und Startups wie Sunfire weltweit eine große Rolle. Bei der Herstellung von Brennstoffzellen, die Wasserstoff in Energie umwandeln, schätzen die Berater das Volumen bis 2050 auf 21 bis 25 Milliarden Dollar. 

Das größte Potenzial ergibt sich laut der Studie aus der Herstellung von Anlagen zum Einsatz von Wasserstoff in der Industrie oder im Verkehrssektor (80 bis 90 Milliarden Dollar). Dazu gehören Maschinen, mit deren Hilfe sich Stahl CO2-neutral herstellen lässt oder auch Tankstellen. Bis 2050 werde die Zahl der H2-Stationen auf rund 50.000 weltweit steigen. 2019 gab es erst rund 450 solcher Tankstellen.