Erfindungen

Maschinenbauer Erema für Europäischen Erfinderpreis nominiert

Der Hersteller von Kunststoffrecycling-Maschinen Erema ist für den Europäischen Erfinderpreis nominiert. Mit der Technologie aus Oberösterreich können Abfälle zu hochwertigen Kunststoffpellets aufbereitet werden.

Drei Österreicher haben Chancen auf den Europäischen Erfinderpreis 2019. Die Kunststoffrecycler Klaus Feichtinger und Manfred Hackl von der Firma Erema (OÖ) sind in der Kategorie "Industrie" nominiert. 

Drei Österreicher haben Chancen auf den Europäischen Erfinderpreis 2019. Die Kunststoffrecycler Klaus Feichtinger und Manfred Hackl von der Firma Erema (OÖ) sind in der Kategorie "Industrie" nominiert, der Physiker Maximilian Haider, Mitbegründer der Firma CEOS in Heidelberg, in der Kategorie "Lebenswerk", teilte das Europäische Patentamt (EPA) mit, das den Preis am 20. Juni in Wien vergibt.

Erema revolutioniert Kunststoffrecycling

Die beiden aus Oberösterreich stammenden Unternehmer Klaus Feichtinger (59) und Manfred Hackl (50) haben laut EPA "mit ihrem Ansatz das Kunststoffrecycling revolutioniert". Mit Hilfe ihrer Technologie - die beiden halten 37 europäische Patente auf ihre Recycling-Erfindungen - können Abfälle zu hochwertigen Kunststoffpellets aufbereitet werden, die das Ausgangsmaterial für neue Produkte bilden. Zentrales Element in diesem Prozess ist eine spezielle Technologie, die ermöglicht, in den Anlagen in kürzerer Zeit mehr Kunststoff auch bei niedrigen Temperaturen zu verarbeiten.

Vermarktet wird ihre Technologie über das Unternehmen Erema, eine Tochter der Erema Group GmbH, die Hackl und Feichtinger mehrere Jahre gemeinsam geleitet haben. Der Recyclingmaschinen-Hersteller mit Zentrale in Ansfelden im Bezirk Linz-Land steigerte im Geschäftsjahr 2018/2019 seinen Umsatz gegenüber dem Jahr davor um 16 Prozent auf 180 Mio. Euro. Heute sind mehr als 6.000 ihrer Maschinen in 108 Ländern im Einsatz und produzieren jährlich über 14,5 Millionen Tonnen Kunststoff-Pellets.