Insolvenz

LSS ist insolvent

Drei Faktoren haben zur Pleite des 3D Druckanlagenherstellers beigetragen. Und das in einem Jahr, in dem die Steiermark so wenige Konkurse verzeichnet, wie seit knapp 30 Jahren nicht mehr.

LSS Insolvenz

Der steirische 3D Druckanlagenhersteller LSS muss Insolvenz anmelden.

Laut den Kreditschützern von AKV und KSV1870 sind es drei Faktoren, die das Geschäft der Kapfenberger LSS Laser-Sinter-Service massiv belasten. Diese sollen schließlich zur Insolvenz des Spezialisten für professionelle 3D Laser-Sinter-Anlagen geführt haben. Der erste Grund soll die in Aussicht gestellte und später fallen gelassene Beteiligung eines chinesischen Unternehmens sein. Zweitens wurde ein 40 Millionen Euro schweres Großprojekt für einen Flugzeugbauer gestoppt und nicht zuletzt sorgte die Corona-Pandemie für massive Absatzeinbußen. 27 Dienstnehmer und 72 Gläubiger sind von der Pleite betroffen, die Überschuldung liegt bei 2,6 Millionen Euro. Eine Fortführung werde nicht angestrebt, heißt es vonseiten der Kreditschützer.

In Summe zählt die Steiermark paradoxerweise ausgerechnet in der Krise so wenige Pleiten wie seit 1991 nicht mehr. Der Rückgang spiegelt aber wohl nicht den tatsächlichen Zustand der steirischen Wirtschaft wider, sondern hängt mit den Eingriffen der Bundesregierung zusammen.