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Log-hub: Schweizer Start-up vermietet weltweit Lager- und Produktionsflächen

Von USA über Europa bis nach Asien: Inspiriert von der Immobilienwelt vermittelt das Schweizer Start-up Log-hub kurzfristig passende Lager- und Produktionsflächen.

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Start-up Lager Logistik Produktion Log-Hub

Das Log-hub-Prinzip: Über eine Suchmaske können Interessenten entweder die gewünschten Flächen und den gesuchten Ort eingeben oder umgekehrt ihre freien Kapazitäten platzieren.

Wer sich heutzutage eine neue Wohnung sucht surft sich durch die Immobilien-Plattformen wie beispielsweise „immowelt.at“, „wohnnet.at“ oder „willhaben.at“, um mit einigen Mausklicks die passende Bleibe zu finden. Für Unternehmen, die rasch passende Lager- oder Produktionshallen suchen, ist das bei weitem nicht so einfach wie es scheinen mag. In Zug in der Schweiz sitzt das Start-up Log-hub, das die schnelle Vermittlung von freien Lager- und Produktionsflächen verspricht. Über die Online-Plattform Log-hub lassen sich zielpunktgenau Flächen in Logistik-Hallen oder Produktionsanlagen finden und können Anbieter wiederum eigene freie Kapazitäten auf dieser Plattform anbieten. Unternehmen, die beispielsweise Saisonprodukte herstellen oder Kontraktlogistik-Geschäfte übernehmen sind häufig darauf angewiesen, kurzfristig freien Lagerflächen zu finden.

Freie Lagerflächen managen

Logistische Bedürfnisse sind heute einem schnelleren Wandel ausgesetzt als noch vor einigen Jahren. Gesucht und angeboten wird nach dem gleichen Prinzip, das man von Immobilien-Plattformen auf dem Wohnungsmarkt kennt: Über eine Suchmaske können Interessenten entweder die gewünschten Flächen und den gesuchten Ort eingeben oder umgekehrt ihre freien Kapazitäten mit konkreten Flächenangaben platzieren. „Wir moderieren die Anfragen und setzen ein Multi-Site-Inventory-System auf, über das wir sämtliche freie Lagerflächen managen können“, erklärt Dirk Hanschur, CEO von Log-hub gegenüber Factory.

Dirk, Hanschur © fotomaechler.ch

„Wir moderieren die Anfragen und setzen ein Multi-Site-Inventory-System auf, über das wir sämtliche freie Lagerflächen managen können.“ Dirk Hanschur, CEO von Log-hub

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In 40 Ländern vertreten

Fündig wird man auf Log-hub bereits in 40 Ländern, darunter viele Länder in Europa, aber in den USA, Indien, Mittelamerika oder im fernöstlichen Asien. Log-hub bietet aktuell weltweit derzeit 700 bewirtschaftete Flächen feil. Gibt es freie Flächen, etwa nicht benützte Produktionshallen dann kümmert sich Log-hub um einen Betreiber, der die Halle kurzfristig benutzbar macht und gegenüber dem Kunden quasi als Facility-Manager auftritt. Die Ausstattungen der Lager sind je nach Region unterschiedlich, die Anfragen ebenso. Wer für 50 Paletten für fünf Tage einen Lagerplatz am Ort X benötigt findet auf Lob-hub potenziell genauso das passende Angebot wie ein Produktionsbetrieb der längerfristig zusätzliche Produktionshallen sucht. Für die Vermittlungsleistung nimmt Log-hub je nach Größe der vermittelten Fläche ein Honorar. „Im kurzfristigen On-Demand-Geschäft liegt die Vermittlungsmarge bei 10 Prozent“, so Hanschur, der von Zug aus mit sieben Mitarbeitern und 40 weiteren Franchise-Partnern zwischen Mexiko, Florida, Zürich, Kapstadt, Singapur und Neu Dehli die Plattform steuert. Diese Franchise-Partner schauen sich die Immobilien vor Ort an und beraten die Kunden.

Verbundene Transportketten planen

Auch wenn im Hintergrund der Plattform ausgeklügelte Algorithmen gute Dienste tun und Daten intelligent verlinkt werden, so wirklich ganz digital laufen die Nachfrage- und Angebotsprozesse doch noch nicht ab, räumt der Manager ein. Immobilien zu vermitteln ist immer noch ein beratungsintensives Geschäft und bis die voll digitale Vermittlung funktioniert wird noch Zeit vergehen. Log-hub ist nicht nur Lagerflächen-Vermittler, sondern hat auch ein Supply Chain App entwickelt, mit deren Hilfe Nutzer der Lagerflächen einen neuen Standort und damit verbundene Transportketten planen und optimieren können. „Unsere App ist über den Microsoft Office Excel-Store weltweit erreichbar und lässt sich in Sekundenschnelle in Excel integrieren“, verspricht Hanschur. 1.000 Nutzer aus allen Teilen der Welt machen von dieser App schon Gebrauch.

  

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