Insolvenz

Linzer Anlagenbauer Hitzinger insolvent

Die Linzer Maschinen- und Anlagenbaufirma Hitzinger GmbH ist insolvent. 250 Mitarbeiter sind betroffen. Schuld sei eine Schadenersatzforderung eines englischen Großkunden.

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Die Linzer Maschinen- und Anlagenbaufirma Hitzinger GmbH ist insolvent. 250 Mitarbeiter sind betroffen, berichtete die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich am Montag. Demnach soll die Schadenersatzforderung eines englischen Großkunden die Zahlungsunfähigkeit ausgelöst haben.

Die Mitarbeiter wurden Montagvormittag informiert, berichtete die AK. Ihre Arbeitsverhältnisse seien vorerst nicht berührt. Die Löhne und Gehälter für August seien aber noch bezahlt worden. AK-Präsident Johann Kalliauer warnte alle Betroffenen davor, überstürzt zu kündigen, denn dadurch könnten Ansprüche verloren gehen.

12 Millionen Pfund-Auftrag für Hitzinger UK  

Im Pressebereich des Anlagenbauers findet sich eine Auftrags-Meldung über das britische Verteidigungsministerium. Großbritannien hat Aufträge im Wert von 80 Millionen Pfund vergeben, um das Rückgrat der Royal Navy Flottille, die Typ 23 Fregatten, zu verbessern. Ein Vertrag über £ 68 Mio. mit der Rolls-Royce-Tochter MTU, der ein Training und ein Übergangsunterstützungspaket beinhaltet, sieht vor, dass jedes Schiff mit vier neuen Dieselgeneratoren und der damit verbundenen verbesserten Stromverteilung ausgestattet wird. Ein zweiter Vertrag im Wert von 12 Millionen Pfund Sterling mit Hitzinger UK wird Spannungswandler liefern, um den Fregatten mehr Leistung zu liefern. Ob es sich dabei um den englischen Großkunden handelt, der Schadenersatz fordert, bestätigt das Unternehmen vorerst nicht. (APA/red)

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