Corona-Krise

Lenzing: Dividendenstreichung und massiver Gewinneinbruch

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing streicht die Dividende. Außerdem brach der Gewinn im ersten Quartal um 58,6 Prozent auf 17,7 Mio. Euro ein.

Lenzing Gewinneinbruch Produktion

Der Gewinn brach im ersten Quartal um 58,6 Prozent auf 17,7 Mio. Euro ein. Der Umsatz sank um 16,7 Prozent auf 466,3 Mio. Euro.

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing streicht die Dividende. Der Vorstand habe seinen ursprünglichen Beschlussvorschlag von 1 Euro pro Aktie neu bewertet und sei dabei zum Ergebnis gelangt, "dass er dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung aufgrund der COVID-19-Krise vorschlagen wird, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten." Der Gewinn brach im ersten Quartal um 58,6 Prozent auf 17,7 Mio. Euro ein. Lenzing wies daraufhin, dass die Faserpreise und die Nachfrage durch die Coronavirus-Pandemie unter Druck geraten seien. Der Umsatz sank um 16,7 Prozent auf 466,3 Mio. Euro.

Die für Lenzing wichtigen Preise für Viskose sind bis Ende März auf ein Allzeittief gesunken. Die vergleichsweise positive Entwicklung des Spezialfasergeschäftes und die etwas höhere Nachfrage nach Fasern für den Medizin- und Hygienebedarf haben den Umsatzrückgang nur teilweise kompensiert. "Die COVID-19-Krise beeinflusst die gesamte Textil- und Bekleidungsindustrie sehr negativ und erhöhte den Preis- und Mengendruck auf den Weltfasermarkt weiter. Lenzing behauptete sich in diesem äußerst schwierigen Marktumfeld und treibt die Umsetzung ihrer Schlüsselprojekte in Brasilien und Thailand weiter voran", erklärte Vorstandschef Stefan Doboczky. In Österreich stieg Lenzing mit Palmers in die Produktion von Schutzmasken ein.

Einen Ausblick wagt der Konzern weiterhin nicht. Die Auswirkungen der Covid-19-Krise könnten nach wie vor nicht zuverlässig eingeschätzt werden, da diese stark von der Dauer der Krise sowie den weiteren Folgen für die Weltwirtschaft und die Textilmärkte abhängen würden. (APA)

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