Murata

Langlebige 24 V Fortelion-Batteriemodule für industrielle Anwendungen

Murata hat das 24 V All-in-One-Standard-Batteriemodul des Typs LIPY041WWPCSY6 entwickelt, das sich ideal für industrielle Anwendungen mit hohem Leistungsbedarf, wie etwa fahrerlose Transportfahrzeuge (Automated Guided Vehicles, AGV) und Roboter eignet.

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Das 24 V Fortelion-Batteriemodul von Murata ist mit der proprietären Lithium-Ionen-Sekundärbatterie Fortelion von Murata bestückt. Darin kommt Li-Ionen-Phosphat mit Olivinstruktur als Katodenmaterial zum Einsatz, was für lange Lebensdauer in Verbund mit einem hohen Maß an Sicherheit bürgt. Der Einsatz von Servicerobotern und AGVs, die von Blei-Säure-Batterien gespeist werden, hat in den letzten Jahren zugenommen, um die Produktivität zu verbessern und dem Mangel an Arbeitskräften Rechnung zu tragen. Allerdings sind Blei-Säure-Batterien durch lange Ladezeiten und eine geringe Lebensdauer gekennzeichnet, sodass man bestrebt ist, diesen Batterietyp durch Lithium-Ionen-Akkus zu ersetzen, die sich durch kürzere Ladezeiten auszeichnen und eine längere Lebensdauer erreichen. Da Blei-Säure-Batterien außerdem gefährlich für die Umwelt sind, engagiert sich Murata dafür, die Verwendung bleihaltiger Batterien zu reduzieren. Das nun vorgestellte Modul ist langlebiger, lässt sich schneller laden, bietet einen hohen Grad an Sicherheit und weist die gleichen Abmessungen wie eine entsprechende Blei-Säure-Batterie auf.

Hohe Anforderungen

Da das neue Modul jedoch eine Spannung von 24 V liefert, kann es zwei in Reihe geschaltete Blei-Säure-Batterien ersetzen, wie sie in vielen Servicerobotern, AGVs und elektrisch angetriebenen Gabelstaplern eingesetzt werden. Das Modul ist gemäß Schutzart IP54 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Außerdem erfüllt es die für Batterien in leichten Elektrofahrzeugen geltende Norm UL2271 und kann somit auch im Outdoor-Bereich sicher eingesetzt werden. Die umfangreiche Erfahrung von Murata mit PCs, Mobiltelefonen und anderen Geräten sowie die spezielle arithmetische Verarbeitungstechnik des Unternehmen erlauben eine präzise Berechnung der verbleibenden Batteriekapazität, und das Resultat lässt sich über die eingebaute CAN-Schnittstelle an das übergeordnete System kommunizieren. Die neuen Batterien basieren auf der Fortelion-Technologie von Murata, deren stabile Kristallstruktur durch die Verwendung von Lithium-Eisenphosphat mit Olivinstruktur als Katodenmaterial ermöglicht wird. Bei Fortelion-basierten Batterien besteht deshalb ein geringeres Risiko, dass sie defekt werden oder in Brand geraten, auch wenn sie starken Schlägen oder erheblichem Druck ausgesetzt werden.

Fortelion-Technologie

Die Fortelion-Technologie erfüllt die Forderung industrieller Anwendungen nach langer Lebensdauer. Während Blei-Säure-Batterien in der Regel nach etwa 500 Zyklen ersetzt werden müssen und herkömmliche Li-Ion-Akkus nach 2.000 bis 3.000 Zyklen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, ist die Fortelion-Technologie für mindestens 10.000 Lade-Entladezyklen ausgelegt. Zeit ist Geld, und deshalb können Batterien auf Fortelion-Basis binnen einer Stunde auf 90 % ihrer Kapazität aufgeladen werden. Außerdem kommt es nicht zu dem Memory-Effekt, der bei Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) nach wiederholter teilweiser Entladung auftritt. Da die Fortelion-Batterien außerdem weniger anfällig gegen Spannungseffekte sind, können sie über lange Zeiträume eingesetzt werden.