Coronavirus

Kuka gibt keinen Ausblick in Geschäftsentwicklung

Der Roboterhersteller Kuka wagt angesichts der Coronavirus-Krise keinen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Die Auswirkungen könnten derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

KUKA Coronavirus Robotik

Am Unternehmenssitz arbeiten derzeit noch etwa 3.500 Beschäftigte für Kuka.

Vorstandschef Peter Mohnen sagte, die Situation in China normalisiere sich zwar bereits wieder. In Europa und den USA sei Kuka aber derzeit stark von den Einschränkungen durch das Coronavirus betroffen. Die Produktion am Stammsitz Augsburg laufe noch, die Krise werde aber "deutliche Einbußen" hinterlassen. Das Unternehmen sieht allerdings auch Chancen: "Der Konzern ist gerade in den Themen stark, die aufgrund der Pandemie stark in den Fokus geraten: Online und digitale Services, Logistik, Automatisierung mit Robotern und der ganze Bereich Healthcare."

Kuka will insbesondere in diesen Bereichen in den kommenden drei Jahren rund 500 Mio. Euro investieren. Im Gesundheitsbereich ist das Unternehmen mit Medizinrobotern vertreten. Die Schweizer Tochter Swisslog Healthcare ist auf Logistiksysteme zum Transport von Medikamenten in Apotheken und Krankenhäusern spezialisiert.

Gewinnrückgang im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hatte Kuka beim Umsatz einen Rückgang um 1,5 Prozent auf 3,19 Mrd. Euro hinnehmen müssen. Ursprünglich wollte Kuka den Umsatz auf 3,3 Mrd. Euro steigern, hatte dieses Ziel aber bereits im Jahresverlauf auf 3,2 Mrd. Euro reduziert. Der Gewinn stieg um 7,2 Prozent auf 17,8 Mio. Euro. Die Zahl der Kuka-Mitarbeiter sank um rund 200 auf etwa 14.000, nachdem in Augsburg 350 Stellen abgebaut wurden. Derzeit sei kein weiterer Abbau geplant, sagte Mohnen. Am Unternehmenssitz arbeiten derzeit noch etwa 3.500 Beschäftigte für Kuka. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern. (APA/dpa)

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