Automatisierung

Intelligenter Fahrzeugbau in Smart Factory von Human Horizons

Das Forschungsunternehmen für neue Mobilität und autonomes Fahren, Human Horizons, hat Details zum neuen HiPhi X Super-SUV-Montagewerk, dem HiPhi Plaza, veröffentlicht.

HiPhi X ist ein Elektrofahrzeug mit einer leichten Aluminium-Stahl-Hybridkonstruktion, nachhaltigen pflanzlichen Ledern und recycelbaren Materialien.

Die mit automatisierten Maschinen ausgestattete Montagelinie wurde in einem umgenutzten Werk für benzinbetriebene Fahrzeuge im Osten der Volksrepublik China errichtet. Die Serienproduktion ist bereits angelaufen und die Auslieferungen werden voraussichtlich im Mai 2021 beginnen.

Digitaler Zwilling im Einsatz

Besonders ist, dass der HiPhi X autonom vom Band fährt und auf dem nahe gelegenen Parkplatz parkt. HiPhi X ist ein Elektrofahrzeug mit einer leichten Aluminium-Stahl-Hybridkonstruktion, nachhaltigen pflanzlichen Ledern und recycelbaren Materialien. Seine Montage in der Smart Factory wird durch eine Reihe von technologischen Werkzeugen unterstützt. Hunderte von IoT-Geräten, die über 5G verbunden sind und von einer leistungsstarken Manufacturing Operating Management (MOM)-Cloud-Computing-Software, dem "Digitalen Zwilling", organisiert werden, stellen sicher, dass der gesamte Betrieb effizient und autonom gesteuert wird. Für Fabrikbetreiber soll der Einsatz von Advanced Planning and Optimization (APO) auf SAPs HANA als Enterprise Resource Planning (ERP) eine schnelle Produktionsplanung von Aufträgen ermöglichen. Derzeit nutzen weltweit nur Daimler und Volvo dieses ERP-System, das die Geschwindigkeit der Bearbeitung von kundenspezifischen Aufträgen erheblich steigern soll.

„Wenn wir eine neue Generation von autonomen Fahrzeugen bauen wollen, müssen wir die neueste Generation von autonomen Produktionsmaschinen einsetzen. Wenn wir ein ultra-effizientes und personalisiertes Auto schaffen wollen, müssen wir in unserem Herstellungsprozess ultra-effizient und flexibel sein“, so der Gründer und CEO von Human Horizons Ding Lei.

White Paper zum Thema

Automatisierung mit Kuka und Dürr

In der Karosseriewerkstatt erfolgt die Montage vollständig automatisiert durch 130 C4-vernetzte Kuka-Roboter, die eine höherwertige Karosserie produzieren. Die Lackierung und Beschichtung jedes Fahrzeugs im Innen- und Außenbereich erfolgt ebenfalls zu 100 Prozent automatisiert mit der neuesten Generation von automatischen Spritzrobotern des deutschen Dürr-Konzerns, die acht Schichten witterungsbeständigen Lack auftragen.

Bei der Endmontage des Fahrzeugs kommt ein Over-The-Air-System mit intelligenten 360-Grad-Transportfahrzeugen (Automated Guided Vehicles), einer unterstützten Aufhängebahn und einer Firmware-Over-The-Air-Offline-Erkennungssoftware über die 5G-gestützte Cloud-Plattform zum Einsatz, um mögliche Defekte zu erkennen und zu melden. (apa/red)