Anlagenbau

Inocon: Größter Auftrag der Firmengeschichte

In den USA sicherte sich die Inocon Industrial Plants (IP) GmbH einen Auftrag über neun Millionen Euro und startet damit aus der Kurzarbeit in ein Rekordjahr.

Anlagenbau Inocon Großauftrag Trockenbaustoffwerk

 Inocon IP-Gründer und -Mehrheitsgesellschafter Fritz Pesendorfer gemeinsam mit Reinhard Eder (Geschäftsführer), Norbert Riedl (Produktionsleiter) und Mathias Schirl (Konstruktionsleiter).

Bei Inocon Industrial Plants (IP) ist der größte Auftrag der Firmengeschichte eingegangen. Für über neun Millionen Euro errichtet das oberösterreichische Unternehmen ein Trockenbaustoffwerk in Wildwood (Florida) für den international tätigen Bauchemieproduzenten Mapei. Die Fertigung in Attnang-Puchheim hat bereits gestartet, im Sommer beginnt die Montage in Florida. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2022 geplant.

Mit dem Mapei-Großauftrag steuert die auf die Konstruktion und Errichtung von Anlagen für die Schüttgut verarbeitende Industrie spezialisierte Inocon IP auf ein Rekordjahr zu. Rund 20 Millionen Euro Jahresumsatz sind schon jetzt in den Auftragsbüchern – und damit um fast drei Millionen mehr als im letzten Geschäftsjahr. Nachdem im Februar auch in der letzten Abteilung die Kurzarbeit beendet wurde, sucht man jetzt neue Mitarbeiter und investiert 1,5 Millionen Euro in den Standort.

Mit einer strategischen Weichenstellung hat Inocon IP-Gründer und -Mehrheitsgesellschafter Fritz Pesendorfer vor zwei Jahren den Erfolgskurs abgesichert. 2019 hat er mit Reinhard Eder, Norbert Riedl und Mathias Schirl drei Führungskräfte mit langjährigem Branchen-Know how mit einer Firmen-Beteiligung langfristig ans Unternehmen gebunden. Mit Eder als Geschäftsführer, Riedl als Produktions- und Schirl als Konstruktionsleiter hat Inocon auch das Pandemie- und Kurzarbeitsjahr 2020 mit einem „tiefschwarzen“ Ergebnis gemeistert. „Die Monate März und April waren extrem schwierig, weil die Verunsicherung groß war“, sagt Gesellschafter und Co-Geschäftsführer Eder. Im dritten und vierten Quartal seien dann aber aus vielen Anfragen Aufträge geworden. „Im August konnten wir nach einiger Verzögerung endlich auch ein Trockenbaustoffwerk für Kilsaran in Irland in Betrieb nehmen und den 5,7 Millionen Auftrag abschließen“, beschreibt Eder die Mitte 2020 einsetzende Aufbruchsstimmung.

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1,5 Millionen für Modernisierung des Standortes

Jetzt werden zusätzliche Facharbeiter und Techniker gesucht. Rund 1,5 Millionen Euro investiert das Anlagebauunternehmen in die Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Attnang-Puchheim abzusichern. Dort arbeitet die Mannschaft derzeit auf Hochtouren am Mapei-Auftrag aus Florida. Insgesamt drei Mischtürme für Fertigputzmörtel, Fliesenkleber und Fugenmasse werden konstruiert, produziert, über Hamburg verschifft und in Betrieb genommen. Einzig die Montage wird ­– allerdings unter Anleitung und Überwachung eines Inocon-Obermonteurs vor Ort – von einer Fremdfirma durchgeführt.