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Innogy steigt bei Tiroler Start-up Holo-Light ein

Mit seiner Augmented Reality Software und Hardware Lösungen verbindet Holo-Light die reale mit der digitalen Welt. Das Tiroler Jungunternehmen hat prominente Kunden - darunter auch Magna.

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Innogy investiert in die virtuelle Realität. Das Unternehmen Holo Light arbeitet in unterschiedlichen Branchen. 

Das Start-up Holo-Light erstellt Softwareanwendungen für Industrieunternehmen in den Bereichen Engineering, Fertigung, Design, Service & Utility und Training. "So können beispielsweise im Kraftwerksumfeld kritische Informationen wie Schaltsysteme und Maschinendaten in der erweiterten Realität angezeigt werden. Diese Technologie lässt aber noch weitere Assistenzmaßnahmen zu. Die virtuelle Einblendung von Fachleuten, die oft hunderte Kilometer entfernt sein können, kann ein entscheidender Zeitgewinn beispielsweise bei der Wartung von Windkraftanlagen sein", erklärt Patrick Elftmann vom Innogy Innovation Hub. Das 2015 gegründete Unternehmen zählt unter anderem BMW, Festo und BASF zu seinen Kunden. Ein weiteres Einsatzgebiet ist beispielsweise die Qualitätskontrolle in der Automobilindustrie. 

Geführte Qualitätskontrolle mit dem HoloLens von Microsoft

Der Automobilzulieferer Magna arbeitet an der intelligenten Fabrik der Zukunft, der Smart Factory. Einer der Anwendungsfälle ist die geführte Qualitätskontrolle mit dem HoloLens von Microsoft. Am Standort Graz werden jährlich mehr als 150.000 Fahrzeuge produziert. Jedes Fahrzeug muss auf mögliche Mängel überprüft werden, bevor es an den Kunden ausgeliefert werden kann. Der für die Qualitätskontrolle verantwortliche Mitarbeiter hat eine Zykluszeit von sechs Minuten, um das Fahrzeug manuell zu prüfen und den Vorgang mit Stift und Papier zu dokumentieren. Um die Zykluszeit zu verkürzen und präziseres Arbeiten zu ermöglichen, entwickelten Magna und Holo-Light eine Softwarelösung.

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White Paper zum Thema

Mit dem HoloLens von Microsoft wird jeder Teil des Fahrzeugs, der überprüft werden muss, durch die Software hervorgehoben. Der Arbeiter wird um das Auto herumgeführt, kann alles genau prüfen und alles fotografieren, was ein Problem sein könnte. Dieser Prozess ist viel schneller als der vorherige, manuelle, und die Dokumentation des Prozesses wird automatisch aufgezeichnet, so dass die Daten optimal genutzt werden können. Eine Reduzierung der Zykluszeit um 1 Minute pro Auto spart allein in Graz 100 Tage Arbeit. Darüber hinaus kann das MR-Verfahren genutzt werden, um neue Mitarbeiter in die Qualitätskontrolle einzuweisen. Der nächste Schritt für Magna und Holo-Light ist die Schaffung einer Produktlösung, so dass dieser Prozess für jedes Fahrzeugmodell und jede Komponente individuell gesteuert werden kann.

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