Entwicklung

Holländer bringen getriebeloses Antriebssystem auf den Markt

Keine Zahnräder, kein Öl: Das niederländische Unternehmen Drive Technology Holland hat ein patentiertes getriebeloses Antriebssystem entwickelt, das die Leistung von Fahrzeugen, Windkraftanlagen und Maschinen verbessern kann.

Ganz ohne Zahnräder und Öl soll der neue Antrieb aus Holland auskommen. 

Drive Technology Holland hat seinen Sitz in der Region Eindhoven. Das Technologie-Unternehmen beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich mit der Entwicklung innovativer Techniken. Das neue Antriebssystem wurde nun zu einem Prototypen entwickelt. Der wichtigste Teil davon ist das Controlled Rotation System, das eine stufenlose Übertragung ohne den Einsatz von Zahnrädern, Ketten und Öl ermöglicht.

Wartungs- und umweltfreundlichere Alternative

Das System wird von einem Zahnriemen angetrieben. Dazu kann man einen konventionellen Zahnriemen oder einen speziell von Drive Technology Holland entwickelten Zahnriemen (Adaptive Drive Belt) verwenden, der neu konzipierte Gleitelemente beinhaltet. Dies macht das System zu einer kompakteren, leichteren, billigeren, wartungs- und umweltfreundlicheren Alternative zum herkömmlichen Getriebe.

Das neue Antriebssystem hat viele Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten. Das System stellt sicher, dass alle Maschinen und Fahrzeuge, auf die es aufgebracht werden kann, keine Zahnräder und Öl mehr benötigen. Dadurch sinkt der Widerstand, die Effizienz steigt und es werden weniger Teile und Rohstoffe benötigt. Es ist auch möglich, Autos mit dem Lenkrad zu steuern. Bei Windkraftanlagen beispielsweise wird kein Getriebe mehr benötigt, was den Widerstand reduziert und den Wirkungsgrad erhöht. Die Anwendung des Systems beim Fahrrad macht das Radfahren leichter. "Mit diesem System fühlt es sich an, als würde man auf einem Elektrofahrrad statt auf einem normalen Fahrrad fahren", sagt Harrie Essens - R&D Director.

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So funktioniert das neue Antriebssystem

Das Antriebssystem ist einachsig und besteht aus zwei verstellbaren konischen Scheiben, die sich durch Verwendung von Gleitelementen selbst zentrieren. Diese konischen Scheiben werden sowohl hydraulisch voneinander wegbewegt als auch einander angenähert, wodurch sich die Gleitelemente durch eine Gleittechnik nach oben oder unten bewegen. Dadurch entsteht ein größerer oder kleinerer Kreis für den Zahnriemen, was zu einer Beschleunigung oder Verzögerung führt.

"Unser System erhielt schließlich einen stufenlosen, variablen Zahnradstiel, der von einem Zahnriemen angetrieben wurde. Das schien zunächst technisch nicht möglich, aber wir haben gezeigt, dass es möglich ist. Dadurch ist es etwas ganz Besonderes", sagt Jan de Wijs - Director of Design Engineering.

Nicht zu vergleichen mit herkömmlichen Antriebssystemen

Bei der ersten Präsentation des Antriebssystems wurde die Erfindung fälschlicherweise mit den herkömmlichen Antriebssystemen verglichen, die seit fünfzig Jahren immer noch in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Doch die beiden Systeme sind völlig unterschiedlich. "Ein herkömmliches Antriebssystem besteht aus zwei Achsen, während CRS einachsig ist. Außerdem treibt unser System kein Getriebe an, sondern es wird von einem Zahnriemen angetrieben und benötigt kein Öl, wie es bei herkömmlichen Antriebssystemen der Fall ist. In der Tat haben wir ein völlig neues stufenloses variables Antriebssystem erfunden, und zwar eine verbesserte Version, angetrieben von einem Zahnriemen", sagte Harrie Essens - R&D Director.

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