Bionik

HMI 2019: Festo zeigt bionischen Unterwasserroboter

Der BionicFinWave von Festo bewegt sich mit undulierenden Flossenbewegungen fort. Der Roboter manövriert sich so selbstständig durch enge Rohrsysteme. Vorbild waren dabei Meeresstrudelwürmer.

Von

Auf der Hannover Messe 2019 wird sich der Unterwasserroboter BionicFinWave von Festo selbstständig durch ein Rohrsystem aus Acrylglas fortbewegen.

Das Prinzip hinter dem BionicFinWave ist von der Natur inspiriert: Meeresstrudelwürmer oder Sepia erzeugen eine durchgängige Welle, die sich entlang ihrer ganzen Länge voranschiebt. Die Undulation drückt das Wasser nach hinten, was einen Vorwärtsschub erzeugt. So bewegt sich auch der BionicFinWave vorwärts oder rückwärts durch ein Rohrsystem aus Acrylglas, wie Festo auf der Hannover Messe 2019 erstmals zeigen wird.

Flossen individuell bewegbar

Die Flossen des Unterwasserroboters sind aus Silikon gegossen und kommen ohne Verstrebungen oder andere Stützelemente aus. Sie sind links und rechts an jeweils neun kleinen Hebelarmen befestigt, die von zwei Servomotoren angetrieben werden. Die Kraft wird durch zwei Kurbelwellen auf die Hebel übertragen. Die beiden Flossen lassen sich so individuell bewegen und können unterschiedliche Wellenmuster generieren. Sie eignen sich besonders für eine langsame und präzise Fortbewegung.

Bestandteile aus dem 3D Drucker

Die Kurbelwellen der Flossen sowie die dazugehörigen Gelenke und Pleuels werden in einem Stück im 3D Druckverfahren gefertigt. Auch die restlichen Körperelemente des BionicFinWave sind aus dem 3D Drucker.

White Paper zum Thema

https://www.youtube.com/watch?v=fRNq55EbnZc Video zur BionicFinWave von Festo. 

Verwandte tecfindr-Einträge