Maschinen- und Anlagenbau

Heller mit stabiler Entwicklung und gutem Ergebnis 2018

Das Familienunternehmen aus Nürtingen erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 558,3 Millionen Euro und konnte Aufträge im Wert von 695,2 Millionen Euro verbuchen.

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Gebr. Heller Maschinenfabrik Maschinenbau Unternehmen Konjunktur

Heller konnte 2018 695,2 Millionen Euro an Aufträgen verbuchen. Das ist ein Plus von 13,4 Prozent.

Der Umsatz von Heller lag 2018 19,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. An Aufträgen konnten jedoch 695,2 Millionen Euro erreicht werden. Das ist ein Plus von 13,4 Prozent. „Der leichte Umsatzrückgang ist vor allem durch zeitliche Verschiebungen im Projektgeschäft zu erklären. Sehr erfreulich für uns ist hier allerdings das Abschneiden des After-Sales-Geschäftes, das rund ein Viertel des gesamten Geschäftsvolumens ausmacht“, erläutert Klaus Winkler, CEO der Heller Gruppe. Das Maschinengeschäft trug 412 Millionen Euro zu den Erlösen bei. Deutschland blieb auch 2018 der wichtigste Markt für Heller. Im übrigen Europa gingen die Umsatzerlöse allerdings leicht zurück. Positiv entwickelten sich die Geschäfte in Asien und Südamerika, mit einem Plus von 27 bzw. 46 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter stieg moderat auf 2.590. Die Eigenkapitalquote konnte auf knapp 35 Prozent erhöht werden.

Europa stärkste Region beim Auftragseingang

Mehr als zwei Drittel der neuen Aufträge kamen 2018 aus europäischen Märkten, knapp 30 Prozent davon aus Deutschland. Trotzdem sich das automobile Projektgeschäft im Jahresverlauf beruhigte, kamen mehr als 50 Prozent des Geschäfts mit Neumaschinen aus diesem Bereich. Die Elektromobilität gewann an Bedeutung. Das Geschäft mit der Beschichtung von Zylinderlaufbahnen verlief erfolgreich. Das höchste Wachstum konnte aber mit Anwendungen außerhalb des klassischen Fahrzeuggeschäfts, vor allem in der 5-Achs-Bearbeitung, erzielt werden. Investitionen in die Automatisierung der Produktion und digitale Angebote wurden stark nachgefragt. 

Heller, Klaus, Winkler © Heller

„Dank der vollen Auftragsbücher erwarten wir auch für 2019 eine gute Auslastung, steigende Umsatzerlöse und ein ordentliches Jahresergebnis.“ Klaus Winkler, CEO von Heller

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Investitionen in Digitalisierung

2018 investierte Heller 18,5 Millionen Euro in Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung und Modernisierung. Im Fokus stand dabei die Digitalisierung eigener Prozesse. In Nürtingen entsteht derzeit eine weitere Montagehalle. Dort erfolgt in Zukunft die Endmontage von 5-achsigen Bearbeitungszentren mit Hilfe von modernen Montagekonzepten. In den brasilianischen und US-amerikanischen Produktionswerken investierte Heller in die Modernisierung des Maschinenparks und der Geschäftsausstattung. Darüber hinaus wuchs die Unternehmensgruppe 2018 durch die Akquisition der Paatz Viernau GmbH.

Trotz vieler Unsicherheiten optimistischer Blick in die Zukunft

Politische Unsicherheiten, wechselseitige Handelsbarrieren, die hohe Schuldenlast vieler Länder und nicht zuletzt der Brexit treten aktuell immer stärker ins Bewusstsein. Die Diskussion über die künftigen Antriebskonzepte sorgt für zusätzliche Unsicherheit und beeinflusst Investitionsentscheidungen. Die Anzahl der kurzfristig vergebenen Automotive-Projekte hat weltweit erkennbar abgenommen. Der Wettbewerbs- und Preisdruck in der Branche ist hoch. Der Beschaffungsmarkt und die Materialversorgung bilden Engpassfaktoren. Trotzdem blickt Klaus Winkler optimistisch auf die aktuellen Entwicklungen: „Dank der vollen Auftragsbücher erwarten wir auch für 2019 eine gute Auslastung, steigende Umsatzerlöse und ein ordentliches Jahresergebnis.“ Das Unternehmen sieht sich auch für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt. 

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