Kunststoffkonzern

Greiner schließt Werke in Kärnten und Deutschland

Der Verpackungshersteller Greiner Packaging mit Zentrale in Kremsmünster schließt mit Mitte 2019 die Standorte Wernberg in Kärnten und Rastatt in Baden-Württemberg. 110 Mitarbeiter sind betroffen.

Greiner schließt Werke in Kärnten und Deutschland: 110 Jobs betroffen. Im Bild: Standort Greiner Packaging und Eurofoam in Kremsmünster. 

Der Kunststoffkonzern Greiner mit Sitz in Kremsmünster hat seinen Umsatz 2017 um 7 Prozent auf 1,579 Mrd. Euro gesteigert und plant für heuer ein ähnliches Wachstum. Nach einigen Akquisitionen in schwierigen Märkten wie der Türkei und Russland steht demnächst die Aufstockung der Anteile an Unifoam in Südafrika an. Eine von der EU angedachte "Plastik-Steuer" sieht man wenig überraschend skeptisch.

Zum Konzern zählen die Greiner Packaging, die rund 40 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuert, Greiner Bio-One (30 Prozent), GreinerFoam (25 Prozent) und die Technologiesparte Greiner Extrusion Group mit 5 Prozent. Ergebniszahlen nennt das Familienunternehmen, das heuer 150 Jahre alt wird, nicht, "aber alle vier Sparten sind positiv", verriet Finanzvorstand Hannes Moser noch Anfang Mai.

Umfassende Restrukturierungsmaßnahmen haben nichts geändert

Jetzt teilte Greiner Packaging die Schließung der Standorte Wernberg in Kärnten und Rastatt in Baden-Württemberg mit. Die Schließung erfolgt Mitte 2019. 110 Mitarbeiter sind betroffen - 50 davon in Kärnten, 60 in Deutschland. Die beiden Standorte seien seit Jahren defizitär, heißt es in einer Presseaussendung, daran haben offenbar auch umfassend Restrukturierungsmaßnahmen nichts geändert. Die Flaschenproduktion wird aus Kärnten nach Kremsmünster in Oberösterreich verlegt.

Für die Mitarbeiter soll ein Sozialplan ausgearbeitet werden. Zudem wolle man versuchen, den Betroffenen Angebote innerhalb der Gruppe zu machen, betonte Greiner. Bei wie vielen das gelingen könnte - in Kärnten etwa gibt es keine weiteren Standorte - sei noch nicht abschätzbar. (APA)

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