Stahl

Gefordert: Verlängerung der EU-Schutzmaßnahmen für Stahl

Die Schutzmaßnahmen für Stahlerzeuger der EU laufen Ende Juni aus. Billigimporte aus Drittländern gefährden tausende Arbeitsplätze.

Eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen gegenüber Stahlimporten wird gefordert.

Der ÖGB und die Gewerkschaften PRO-GE und GPA fordern die politischen Entscheidungsträger auf europäischer sowie auf nationaler Ebene auf, sich für die Verlängerung der Schutzmaßnahmen gegenüber Stahlimporten einzusetzen. „Es gibt keine Alternative zur Verlängerung der Schutzmaßnahmen, von denen allein in Österreich rund 15.000 Beschäftigte in der Stahlindustrie profitieren“, so ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian.

Hintergrund des Appells, der sich unter anderem an Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP) richtet: Die EU-Kommission hat 2018 vorläufige Schutzmaßnahmen gegenüber Importen bestimmter Stahlerzeugnisse eingeführt. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, wirtschaftliche Schäden für die Stahlerzeuger der EU aufgrund von Importsteigerungen aus Drittländern und Risiken aufgrund der Einführung von Handelsbeschränkungen für die Einfuhr von Stahlprodukten aus der EU in die USA abzuwenden. Diese Schutzmaßnahmen laufen am 30. Juni aus, die EU hat deshalb Ende Februar eine Untersuchung eingeleitet, um eine Verlängerung zu prüfen. (apa/red)