Sicherheit

Fünf Tipps für effektiven Gebäudeschutz von Industriebetrieben

In Werkshallen lagern beträchtliche Werte, die durchaus anziehend auf Kriminelle wirken. Fünf Tipps zum Schutz.

Einbrecher haben es nicht nur auf Privatpersonen abgesehen, sondern auch in großem Maße auf Industrie- und Gewerbebetriebe. In Werkshallen lagern beträchtliche Werte, die durchaus anziehend auf Kriminelle wirken. Daher ist ein wirksamer Schutz unerlässlich. Zwar gibt es nirgends eine absolut 100%ige Sicherheit, aber man muss es den Einbrechern nicht unnötig leicht machen. Die meisten Kriminellen geben auf, wenn es zu lange dauert, denn damit steigt für sie das Risiko, entdeckt zu werden. Es lohnt sich daher, in einen guten Schutz zu investieren.

Türschlösser

Bei Türschlössern sollte man darauf achten, dass man bei Um- oder Neubauten auf geprüfte und zertifizierte einbruchshemmende Türen zurückgreift. Besonderes Augenmerk sollte man dabei auf den Schließzylinder legen. Modelle mit einer VdS Schadensverhütung widerstehen konventionellen Angriffen genauso wie Aufsperr- und Pickingangriffen. Selbst wenn die Türschlösser nicht DIN EN 1627 entsprechen, können sie nachgerüstet werden. Bei elektrischen Türöffnern sollte man nicht vergessen, nach Feierabend die Türe noch zusätzlich abzuschließen, denn sonst ist ein Einbruchsschutz nicht gewährleistet.

Sichere Tore

Jede Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Beim Einbruchsschutz kommt es daher darauf an, besonders Tore, Türen und Fenster zu schützen. Industriehallen haben häufig große Tore, damit ausreichend Platz für Fahrzeuge. Maschinen oder Verladevorgänge vorhanden ist. Hier kann es teuer werden, wenn man nur auf die günstigen Rolltore setzt, denn diese können durchaus eine gewisse Angriffsfläche für Einbruchswerkzeuge haben. Am sichersten sind Sektionaltore, die aus entsprechend dickem Material hergestellt werden. Dabei bietet ein Deckensektionaltor ohne eine zusätzliche Tür dank einer Aufschubsicherung und solider Motorführungsschienen den besten Einbruchschutz.

Kellerlichtschächte

Kellerlichtschächte in Verbindung mit unzureichend gesicherten Fenstern können eine Einladung zu einem Einbruch darstellen. Eine Abhebesicherung, die an allen vier Ecken angebracht wird, sollte daher das absolute Minimum darstellen. Diese sollte möglichst tief im Lichtschacht fest im Mauerwerk verankert werden. Besser ist es, wenn man geprüfte einbruchshemmende Kellerschachtroste verwendet. Die Fenster kann man mit Gittern oder vorgelegten Riegelstangen absichern.

Alarmanlagen

Wenn man sein Objekt mit einer Alarmanlage sichern möchte, dann sollte man keine Attrappen verwenden und den Einbau einem Fachmann überlassen. Hier sollte man nicht an der falschen Stelle sparen, denn fehlerhaft installiert ist eine Alarmanlage nutzlos und kann leicht überwunden werden.

Man sollte sich jedoch nicht nur auf die Alarmanlage verlassen, sondern auch mechanische Hindernisse einbauen. Zwischen Alarmierung und Eintreffen der Polizei vergeht ein gewisser Zeitraum, den die Einbrecher immer noch nutzen könnten, um in das Gebäude einzudringen und leicht erreichbare Wertgegenstände zu entwenden.

Ergänzend dazu kann man Bewegungsmelder installieren, die die Beleuchtung einschalten, so dass das Risiko für die Kriminellen steigt, entdeckt zu werden.

Videoüberwachung

Auch Videokameras haben eine abschreckende Wirkung, denn die Gefahr ist hoch, dass nach dem Einbruch Bildmaterial zur Identifikation vorhanden ist. Auch hier ist es ratsam, keine Attrappen zu verwenden und die Installation von einem Spezialisten durchführen zu lassen. So können tote Winkel vermieden werden, die man als Laie mit hoher Wahrscheinlichkeit übersehen würde.

Entscheidet man sich für eine Videoüberwachung, so darf man die gesetzlichen Vorschriften im Bereich des Arbeitsrechts und des Datenschutzes nicht außer Acht lassen.