Prognose

Fünf Insolvenzen aus dem Maschinen- und Anlagenbau

Der internationale Kreditversicherer Atradius sieht dunkle Wolken am Horizont: Heuer sollen in Europa Firmeninsolvenzen um 2 Prozent steigen. Fünf hiesige Unternehmen, die vor kurzem pleite gingen.

2019 könnten in Europa als auch in der Asien-Pazifik-Region Firmenpleiten erstmals seit neun Jahren wieder steigen.

Die seit 2010 andauernde Phase global rückläufiger Insolvenzzahlen dürfte heuer ihrem Ende zugehen, prognostiziert der internationale Kreditversicherer Atradius. Vor allem in Europa als auch in der Asien-Pazifik-Region könnten die Firmenpleiten erstmals seit neun Jahren wieder steigen - in Europa um 2 Prozent, in Asien und der Pazifikregion um 1 Prozent, hieß es in einer Aussendung Mitte März. Auch in Nordamerika zeichnet sich demnach eine Trendwende ab: Während für Kanada noch ein leichter Rückgang der Insolvenzfälle um 1 Prozent erwartet wird, dürfte deren Zahl in den USA stabil bleiben.

Unternehmensinsolvenzen in Europa nehmen zu

"Vor allem in Europa hat sich der Ausblick hinsichtlich der Unternehmensinsolvenzen merklich verschlechtert. Das liegt vor allem an den schwachen Wachstumszahlen im zweiten Halbjahr 2018, die deutlich geringer ausfielen als erwartet", so Franz Maier, Atradius-Generaldirektor für Österreich und Südosteuropa. Bereits 2018 halbierte sich der Rückgang im Bereich Firmeninsolvenzen von 4 Prozent im Jahr davor auf 2 Prozent. Für das Jahr 2019 erwarten die Ökonomen von Atradius erstmals seit 2010 einen Anstieg um 2 Prozent.

Fünf kürzliche Insolvenzen aus dem Maschinen- und Anlagenbau 

1) Mitte Mai: Deutsche SHW Werkzeugmaschinen

Der Spezialist für Großbearbeitungszentren rutschte bereits 2017 in die Krise. Der Insolvenzverwalter sieht Chancen für eine Sanierung. Mehr dazu hier.

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2) Ende Juli: Steirische AME 

Das Mechatronikunternehmen AME GmbH im weststeirischen Deutschlandsberg hat am Dienstag am Landesgericht Graz Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 128 Gläubiger und 15 Dienstnehmer. Eine Fortführung wird beabsichtigt. Mehr dazu hier. 

3) Mitte September: Linzer Anlagenbauer Hitzinger

Die Linzer Maschinen- und Anlagenbaufirma Hitzinger GmbH ist insolvent. 250 Mitarbeiter sind betroffen. Schuld sei eine Schadenersatzforderung eines englischen Großkunden. Mehr dazu hier. 

4) Mitte November: Vorarlberger Böma Maschinenbau 

Die Böma Maschinenbau und Automatisierung GmbH aus dem Bregenzerwald ist zahlungsunfähig. Am Landesgericht Feldkirch wurde heute ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Mehr dazu hier. 

5) Ende Februar: Vorarlberger Compact Global 

Das Vorarlberger Energietechnologieunternehmen Compact Global GmbH ist insolvent. Das Konkursverfahren wurde eröffnet. Der operative Betrieb eingestellt. Mehr dazu hier.  (APA/red)

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