Forschung

Fraunhofer Austria bekommt erstmalig Grundfinanzierung aus Österreich

Der Österreich-Ableger der auf angewandte Forschung spezialisierten Fraunhofer-Gesellschaft erhält für die nächsten drei Jahre knapp drei Millionen Euro.

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Werksbesichtigung bei der Firma Engel, in deren Rahmen Ministerin Schramböck unter anderem auch die Förderung für Fraunhofer Austria präsentiert hat.

Zu ihrem zehnjährigen Bestehen 2019 hat sich Fraunhofer Austria eine Beteiligung der öffentlichen Hand gewünscht, weil so lange Zeit nach der Gründung nur schwer zu argumentieren sei, dass die Grundfinanzierung weiter aus deutschen Steuergeldern komme. Nun erhält der Österreich-Ableger der auf angewandte Forschung spezialisierten Fraunhofer-Gesellschaft knapp drei Millionen Euro für die nächsten drei Jahre, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Seit Ende 2008 ist Fraunhofer auch in Österreich aktiv, an den Standorten Wien, Graz, Wattens und Klagenfurt zählt die Fraunhofer Austria Research GmbH über 100 Mitarbeiter. Weil die Forschungsgesellschaft ohne finanzielle Unterstützung Österreichs die Abwanderung plante, übernimmt nun das Wirtschaftsministerium Teile der Finanzierung der Vorlaufforschung, in deren Rahmen neuen Methoden und Verfahren entwickelt und dann gemeinsam mit Unternehmen in die praktische Anwendung transferiert werden.

Der Fokus von Fraunhofer Austria liegt dabei auf kleinen und mittelständischen Betrieben und den Bereichen Logistik, Produktion und Informations- und Kommunikationstechnologien. Bisher hat Fraunhofer in Österreich über 500 Forschungsprojekte mit Firmen und Forschungseinrichtungen umgesetzt. Durch die Finanzierung soll sich die Anzahl von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft „signifikant erhöhen“. Jährlich könnten etwa 30 bis 40 neue kooperative Forschungsideen und -anträge mit österreichischen Unternehmen entwickelt werden.