Maschinenbau

Fill will eigene Impfstraße

Beim oberösterreichischen Maschinenbauer können sich seit Anfang März nicht nur die Mitarbeitende und deren Familien, sondern die ganze Bevölkerung des Firmensitzes Gurten gratis auf Corona testen lassen. Nun will Fill auch eine eigene Impfstraße.

Fill Coronakrise Coronavirus Impfstraße

Jonas Hochrainer, Maschinenbautechniker und ausgebildeter Sanitäter, nimmt die Antigentests in der Fill Teststraße ab.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres startete das oberösterreichische Maschinenbauunternehmen Fill mit hausinternen Covid-Tests, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und Montageeinsätze im In- und Ausland möglich zu machen. Mit 1. März 2021 wurde das Angebot der Testung nochmals erweitert. Alle Mitarbeiter inklusive Familienmitglieder, Fill-Mitarbeiter in Ruhestand sowie die gesamte Bevölkerung von Gurten, können sich jeweils von Montag bis Freitag kostenlos auf Corona testen lassen. Das Interesse an der Aktion sei groß, heißt es.

Diese Pandemie können wir nur gemeinsam eindämmen und da ist Testen ein wesentlicher Aspekt“, erklärt Firmeneigentümer und Geschäftsführer Andreas Fill den Beweggrund der Initiative. Durch die Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt Dr. Thomas Plunger und den Behörden kann die Abnahme von Antigen- und PCR-Tests firmenintern durch geschulte Ersthelfer durchgeführt werden. Jonas Hochrainer, Fill Maschinenbautechniker und ausgebildeter Sanitäter, nimmt mit Unterstützung seiner Ersthelfer-Kollegen pro Woche mehr als 600 Tests im Unternehmen ab.

Angebot für gesamte regionale Bevölkerung

Die Testaktion basiert auf der guten Kooperation zwischen Fill, der Gemeinde Gurten und den Gesundheitsbehörden. Fill-Mitarbeiter können sich über das interne Kommunikationstool Core anmelden, externe Personen telefonisch beim Gemeindeamt Gurten. Die Antigentests bei Fill sind offiziell anerkannt. Mit der Teststrategie hat man bei Fill in den letzten Monaten gute Erfahrungen gemacht. Durch das schnelle Eruieren positiv getesteter Personen gelang es bisher, die Erkrankungen innerhalb des Unternehmens niedrig zu halten.

White Paper zum Thema

Ziel ist eigene Impfstraße

„Mit den intensiven Testungen gelingt es uns, die Ausbreitung von Corona in unserem Unternehmen weitestgehend zu kontrollieren. Um unser Team jedoch bestmöglich vor den Auswirkungen einer Corona-Erkrankung zu schützen, bedarf es der Impfung. Unser Ziel ist daher eine Impfstraße, bei der sich alle Mitarbeiter im Unternehmen impfen lassen können. Dieses Angebot gilt auch für alle anderen Betriebe in Gurten. Wenn, wie geplant pro Tag rund 250 bis 500 Impfungen stattfinden, könnte die Aktion in wenigen Tagen abgeschlossen sein“, sagt Andreas Fill. Aktuell gehe man diesbezüglich von einem Termin im Zeitraum Ende April bis Anfang Mai 2021 aus, je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes.

Das Familienunternehmen erzielte 2020 einen Umsatz von rund 144 Millionen Euro.