Energieversorgung

Erste Blackout-sichere Autobahnmeisterei Österreichs

K.E.M. Montage und Dhybrid haben das Smart Grid in der Autobahnmeisterei Klagenfurt realisiert.

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Der Batteriespeicher verfügt über eine Kapazität von 550 kWh.

Die Autobahnmeisterei Klagenfurt ist einer der strategisch wichtigen Standorte der Asfinag. Von hier aus erfolgt nicht nur die Wartung der Autobahnen A2 und A10, sondern auch die Überwachung der zahlreichen Tunnel durch die Verkehrsmanagementzentrale.

Im Zuge des Asfinag-Klimaschutzprogramms wurde hier bereits 2020 eine Photovoltaikanlage mit 702 PV-Modulen auf einer Fläche von 1.100 Quadratmeter und einer Spitzenleistung von 220 kWp in Betrieb genommen.

Um den so erzeugten grünen Strom auch nachts oder bei Ausfall des öffentlichen Netzes nutzen zu können, wurde die Anlage um ein hybrides Smart Grid erweitert, also ein lokales, intelligentes Stromnetz, das zwar mit dem öffentlichen Versorgungsnetz verbunden ist, sich sich bei Bedarf aber davon abtrennen und eigenständig versorgen kann.

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K.E.M., Montage, Asfinag, Autobahnmeisterei, Dhybrid © Florian Schulte

Im Zuge des Asfinag-Klimaschutzprogramms wurde hier bereits 2020 eine Photovoltaikanlage mit 702 PV-Modulen auf einer Fläche von 1.100 Quadratmeter und einer Spitzenleistung von 220 kWp in Betrieb genommen.

Zusätzliche Stromquellen

Zur Realisierung des Smart Grid in Klagenfurt wurde die Photovoltaikanlage von K.E.M. Montage um zusätzliche Stromquellen wie einen Batteriespeicher und ein Notstromaggregat erweitert. Das Herzstück des Konzepts ist das Energiemanagementsystem (EMS) von Dhybrid.

Hierbei erkennt die intelligente Steuerung, aus welcher Stromquelle der benötigte Strom bezogen werden kann. Unterbrechungsfrei schaltet die Steuerung zwischen PV-Anlage, Batteriespeicher, Notstromaggregat oder öffentlichem Netz um. Fällt Letzteres aus – etwa bei einem Blackout –, übernimmt der Lithium-Ionen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 550 kWh die Funktion als Spannungsquelle für den Wechselrichter.

Damit kann genügend Strom für die Autobahnmeisterei, der Verkehrsmanagementzentrale und den drei jeweils bis zu 70 kW starken Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge geliefert werden. Ist die Kapazität des Energiespeichers bei einem anhaltenden Stromausfall ausgeschöpft, schaltet das Energiemanagement vollautomatisiert auf einen Back-up-Dieselgenerator um.

Nach Wiederherstellung der öffentlichen Netzversorgung, misst die EMS die nötigen Parameter und sorgt für die unterbrechungsfreie Rücksynchronisierung in den Netzparallelbetrieb.