Josef Baker-Brunnbauer arbeitet seit 20 Jahren mit Start-ups und etablierte Unternehmen. Er berät in unterschiedlichen Branchen zu Geschäftsmodellinnovationen, Produktinnovationen, Change und digitaler Transformation. In seinem neuen Buch „The Secret Key“ widmet er sich der Geschäftsmodellentwicklung in etablierten Unternehmen. Er absolvierte Ausbildungen in Softwareentwicklung, Psychologie und internationalem Management. In seiner Freizeit entdeckt er neue Möglichkeiten außerhalb seiner Komfortzone und treibt Ausdauersport (Triathlon, 24-Stunden-Rennradrennen, Klettern und Skitouren).

Kolumne

Einer für alle, alle für einen!

Welchen Stellenwert nehmen Arbeitgebermarke und Unternehmenskultur in Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten ein? Ein seinem letzten Kommentar wirft Josef Baker-Brunnbauer dazu einige Fragen auf.

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Proaktives Handeln auf allen Hierarchieebenen, Kreisen, Linien oder Kästen ist erwünscht. „Einer für alle, alle für einen!“, würde wohl d’Artagnan ausrufen. Silos, geteilte Lager, nicht erwünschte Diversität bei Denkweisen und Einstellungen als auch unterschiedliche Mentalitäten können einen Iterationszyklus sehr ausdehnen oder auch das Enddatum eines Geschäftsmodell-Durchlaufs in das Unendliche verschieben. Womit wir bei einem mächtigen Hebel, der Unternehmenskultur, ankommen.

Untersuchungen in meiner Studie haben ergeben, dass zumeist in allen erfolgreichen Szenarien die Unternehmenskultur maßgebend dazu beigetragen hat. Zukünftig wird die Unternehmenskultur einen noch wichtigeren Faktor bei der Mitarbeiterakquise spielen. Besonders in Blickrichtung nach (jüngeren) Mitarbeitern können Unternehmen die eigene Kultur als attraktives Angebot anbieten. Wichtig wäre dazu noch das kleine Detail, dass die Kultur auch entsprechend gelebt werden muss, denn Täuscher werden schnell identifiziert und schnell hat sich die Mitarbeiteranzahl wieder verringert. Das führt natürlich (unweigerlich) zu der Frage: Was ist unsere Firmenkultur? Welche Werte sind uns und am besten auch den Mitarbeitern wichtig bzw. werden diese auch kommuniziert und gelebt? Besonders interessant wird es zumeist bei den unbewussten Werten oder mit dem Abgleich der Außensicht, denn wohl keiner möchte Sand im Getriebe haben, oder? Eine klare Kommunikation derer und eine Integration in den Recruiting-Prozess führt dazu, dass alle Akteure am selben Seilende ziehen. Weitere Herausforderungen und Erfolgsmuster für die erfolgreiche Geschäftsmodellentwicklung können sie auch in meinem Buch nachlesen.

Nun sind auch wir an unserem Reiseziel angekommen. Vielleicht fragen Sie sich wo wir gelandet sind? In einer Großstadt, an einem Urlaubsstrand oder doch in der Produktionshalle? Weder noch. Wir sind in der Gegenwart, mit allen Möglichkeiten die Zukunft selbst zu gestalten, angekommen. Ich hoffe sie hatten Spaß und die wichtigen Zutaten für die Erstellung eines Geschäftsmodells mit der Zukunft liegen ihnen nun vor. Bevor große Digitalisierungsprojekte, revolutionäre (?) Algorithmen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz, phänomenale Blockchain-Produkte oder weitere virtuelle Welten erschaffen werden, müssen zuerst die Hausaufgaben erledigt werden.

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Das klingt wie Schule, vielleicht ist es das auch. Wie jede phantastische Reise geht auch diese Kolumne leider zu Ende. Ich hoffe sie konnten einige Inspirationen für sich entdecken und vielleicht war es auch an der einen oder anderen Stelle etwas amüsant für sie. In diesem Sinne, wünsche ich uns allen erfolgreiche Geschäftsmodelle mit der Zukunft!

Lesetipp

The Secret Key: Business Model Innovation for Established Companies von Josef Baker-Brunnbauer (Taschenbuch, 96 Seiten; Verlag: myMorawa)

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