Robotik

Eine zweite Haut für Industrieroboter

Mit den neuen Airskin-Modulen, mit denen ein herkömmlicher Industrieroboter eine druckempfindliche „zweite Haut“ bekommt, kann bei Berührung und Druck der sofortige Stillstand des Roboters provoziert werden.

KUKA GTech Industrierobotik Industrieroboter

Die Airskin erspart sperrige Zäune und Käfige.

Kuka und deren Robotersysteme sind in über 41 Länder weltweit vertreten – auch beim Automatisierungsspezialisten GTech in Ried im Traunkreis. Im Zuge einer Präsentation in den eigenen Produktionshallen von GTech konnte mit „Airskin“ eine Neuheit auf dem Robotersektor vorgestellt werden. Damit kann praktisch jeder herkömmliche Industrieroboter, der in einem Käfig gefangen ist, nach- oder umgerüstet werden. Mit dieser zweiten sensitiven Haut dürfen Absperrgitter und sperrige Zäune entfernt werden, Rüstzeiten verringern sich und die Sicherheit wird erhöht.

Adaptierbare Elemente mit Sensoren

Airskin (airskin.io) funktioniert auf eine verblüffend einfache Art und Weise, in dem vorab ein Montagegerüst auf den „nackten“ Roboter angebracht wird – das dient wiederum als Halterung für die druckempfindlichen Sensormodule, die sich mit Hilfe von Magnethaltern schnell und unkompliziert montieren lassen. Angeschlossen mit einem 6-Pin-Verbindungskabel ist der Roboter ohne Konfiguration nun direkt mit dem Kontrollsystem verbunden und reagiert bereits bei einem Druck von 5 Newton mit einem Notaus. Als visuelle Unterstützung signalisieren die integrierten Farb-LEDs in den Modulen den aktuellen Werksmodus des Roboters.