Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz

Die Online-Psychologen

Instahelp bietet mit dem Corporate Mental Health Concept “AMI” Plug and Play Tools zur Erhebung, Behandlung und Wirksamkeitsmessung rund um das Thema psychische Belastungen. Wie das Grazer Start-up für mentale Gesundheit kämpft.

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Den Stress kann das Unternehmen seinen Mitarbeitern nicht nehmen, aber es kann ihnen das Rüstzeug geben, um mental gesund zu bleiben.“ Bernadette Frech, CEO Instahelp

Laut einer Studie der Johannes-Kepler-Universität in Linz beträgt der Schaden durch einen Mitarbeiter, der wegen Burn-outs ausfällt, 40.000 Euro. Die Produktivitätsverluste sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Die Summe addiert sich aus den Krankenstandstagen sowie den Abdeckungszeiten. Außerdem ist Burn-out so ansteckend wie ein Schnupfen. Meist ist nicht einer alleine betroffen. Unternehmen erkennen zunehmend, dass die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig für deren Zufriedenheit ist.

Psychische Belastung und betriebliche Gesundheit

Mittlerweile haben über 110.000 Mitarbeiter aus über 40 Unternehmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung kostenlos und anonym Zugang zur psychologischen Beratung bei Instahelp. „Die mentale Gesundheit ist ein absolutes Zukunftsthema. Wir sehen, dass seit Corona die Sensibilität und dadurch auch die Anfragen seitens Unternehmen steigen“, sagr Bernadette Frech, CEO von Instahelp. Unternehmen wie Trivago, Lidl, Renault und die RHI Magnesita zählen zu den Kunden des Start-ups. Die Mitarbeiter der Unternehmen erhalten unkomplizierten und anonymen Zugang zu professioneller, psychologischer Beratung online. Die Vorteile der Online-Beratung sieht Frech vor allem im niederschwelligen Zugang, der Flexibilität – die Prime-Time ist bei Instahelp zwischen 17 und 21 Uhr - und die rasche Verfügbarkeit. „Bei uns erhält man „Instant Help“, die Beratung startet garantiert innerhalb von 24 Stunden,“ erzählt die Geschäftsführerin.

Sicher kommunizieren, sicher beraten

Entstand ist das Start-up aus dem Exit von sms.at. Die Kernkompetenz des Teams um Frech liegt im Entwickeln von sicheren Kommunikationslösungen. Durch persönliche Zugänge im Team und gesellschaftliche Entwicklungen entschied man sich ein einfach zugängliches Angebot für die mentale Gesundheit zu schaffen. Ziel war es, eine qualitative Lösung und einen einfachen Zugang zu einem professionellen Angebot zu schaffen. Menschen, die Beratung brauchen – ganz egal ob Endverbraucher oder Unternehmensmitarbeiter – gehen auf die Plattform Instahelp.me. Für die Mitarbeiter der Unternehmen, die den Service gebucht haben, gibt es einen einheitlichen Unternehmenscode. So kann niemand nachvollziehen, wer sich meldet. Dann kann man entweder einen Psychologen im Live-Gespräch in Anspruch nehmen oder Instahelp unterstützt bei der Auswahl.

White Paper zum Thema

Mental Health Analytics in Echtzeit

Bei Unternehmenskunden werden in Echtzeit anonymisiert Mental Health Analytics erfasst. Unternehmen können sich ein Bild über den mentalen Gesundheitszustand des Unternehmens machen, um psychisch bedingte Fehlzeiten zu verringern und zeitgleich das mentale Wohlbefinden zu erhöhen. Die Beratungsfrequenz und die Beratungsthemen werden anonymisiert aufbereitet. Dies ermöglicht einerseits ein Verständnis in welchen Bereichen Führungskräfte des Unternehmens weiter ansetzen können und zeitgleich ergeben sich bei Unternehmen mit mehreren Niederlassungen Heatmaps, die erkennen lassen, in welchen Niederlassungen bspw. stressbedingte Überlastungen stark spürbar sind. Zudem bewerten Mitarbeiter den empfundenen Impact der Beratung. 

Um das Bewusstsein für mentale Gesundheit in Unternehmen zu stärken wurde ein Mental Health Ambassador Programme ins Leben gerufen. „Menschen in Unternehmen müssen beginnen ehrlich darüber zu reden, wie es ihnen geht, erkennen wann sie beispielsweise rote Linien hinsichtlich Stressüberlastungen überschreiten und lernen pro-aktiv Maßnahmen zu setzen, damit sie stark und zufrieden durchs Leben gehen“, so Frech. Gerade in der Corona-Krise bewährt sich das Angebot von Instahelp und Frech ist überzeugt: „Den Stress kann das Unternehmen seinen Mitarbeitern nicht nehmen, aber es kann ihnen das Rüstzeug geben, um mental gesund zu bleiben. So werden die Mitarbeiter besser mit Existenzsorgen, zunehmendem Stress in der Familie und der Arbeit im Homeoffice fertig.“