Konjunktur

Deutsche Metall- und Elektroindustrie im Dauerabschwung

In diesem Jahr könnte es zu einem zweistelligen Rückgang der Produktionsleistung in der Metall- und Elektroindustrie kommen.

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„Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im vergangenen Jahr enttäuschend“, so Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, Frankfurt am Main.

Im vierten Quartal 2019 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 18 Prozent zurück. Die Auslandsorders verloren 20 Prozent. 2019 sank der Auftragseingang insgesamt um 22 Prozent. Das Inland notierte 21 Prozent im Minus, das Ausland 22 Prozent. „Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im vergangenen Jahr enttäuschend“, so Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, Frankfurt am Main. Mehr als ein Fünftel Rückgang bedeute, dass die Auftragspolster abschmelzen und die Kapazitäten nur noch zu knapp 82 Prozent ausgelastet sind. Daran kann auch der versöhnliche Jahresabschluss im Dezember nichts ändern, der ein Plus von 2 Prozent aufweist. „Es war vor allem der Nicht-Euroraum, der 23 Prozent zulegte“, so Schäfer. Dies sei vor allem auf Projektgeschäft in Asien und Osteuropa zurückzuführen und sei noch kein Zeichen für einen Umschwung in der Entwicklung.