Testreihe

Dieser Hersteller hat die beste LED-Anzeige

Dass die Geräte allesamt in der Lage sind, Spannungen anzuzeigen musste selbstverständlich keinem besonderen Test unterzogen werden, dennoch sticht dieser Hersteller besonders hervor.

Automation Elektronik Praxistest
Testumgebung: Spannungprüfer wurden an der HTL Ottakring auf Herz und Nieren geprüft.

Dass die Geräte allesamt in der Lage sind, Spannungen anzuzeigen musste selbstverständlich keinem besonderen Test unterzogen werden. Der entscheidende Punkt aber ist aber das Design der Anzeige in Hinblick auf die Ablesbarkeit. Um diese zu testen wurde von den Schülern an in unterschiedlicher Höhe situierten Spannungsquellen gemessen – analog zu einem Schaltschrank in dem nicht selten an den unmöglichsten Stellen geprüft werden muss. Dabei wurde besonders auf Spiegelungen geachtet, da die Geräte häufig bei künstlichem Licht zum Einsatz kommen.

Beim Gerät von Weidmüller fanden die Tester die Richtung des angezeigten Spannungspegels – von oben nach unten – etwas gewöhnungsbedürftig und entdeckten leichten Spiegelungen. Dagegen verstellte beim Duspol von Phoenix Contact der Abrutsch-Schutz bei extremen Betrachtungswinkeln die Sicht auf die Anzeige. Daran hat Fluke in dieser Hinsicht gedacht und den Schutz an den richtigen Stellen angebracht. In Punkto Displayabdeckung vermuten die erfahrenen Praktiker unter den Schülern aber bei allen Geräten mit Kunststoffscheibe eine zunehmende Beeinträchtigung infolge von unvermeidlichen Kratzern. Am meisten überzeugen konnte hier Fluke. Die LEDs der Anzeige sind matt, ragen etwas heraus und haben unterschiedliche Farben. Verdiente Bestnote.

Bei diesem Gerät suchen Sie nie wieder nach Prüfspitzen.

Eine Prüfspitze muss nicht immer eine spitze Form haben. Eine breite ist beim Steckdosenprüfen oft ein Segen. Einige Hersteller legen deshalb Prüfspitzenvergrößerungen bei, die auf-  beziehungsweise abgeschraubt werden können. Und da lauert schon das Ärgernis – Suchen ist angesagt. Bei manchen Fabrikaten wird wohl das eine oder andere Mal am Fußboden oder in der Hosentasche gesucht werden müssen. Fluke glänzt hier mit einem genialen Einfall. Für die Vergrößerungen wurde ein Platz in der Prüfspitzenschutzkappe vorgesehen. Auch noch zwei Prüfspitzenabdeckungen finden leicht Platz. Diese sollen beim Messen an nahe aneinander liegenden Punkten einen Kontakt der Spitzen untereinander verhindern. Greenlee hat diesen Schutz um die Prüfspitze fest integriert. Dieser kann allerdings nicht entfernt werden und verkompliziert dadurch die Montage der Vergrößerungen. Auch ein Abgreifen der Spannung an filigranen Prüfpunkten wird so zum Geduldspiel.

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Eine weitere hilfreiche Funktionalität beim Steckdosentest ist die Möglichkeit die Prüfspitzen zu arretieren. Alle Testgeräte ausgenommen den Duspol expert besitzen dieses Feature. Der C.A. 760N von Chauvin Arnoux besitzt keine Arretierung, kann aber mit einem separat erwerbbaren Adapter nachgerüstet werden. Positiv aufgefallen ist den Testern die Lösung von Weidmüller. Beim Combi Check Pro werden die Prüfspitzen von zwei Magneten fest in Position gehalten. Dadurch ist ein Abbrechen eines mechanischen Verbindungsstückes unmöglich und das Verstauen wird ebenso komfortabler. Beim Gerät VC-53 von Conrad sitzen die Prüfspitzen trotz einfacher Konstruktion überraschend fest. Enttäuscht haben hier die Greenlee-Geräte von Klauke. Die Spitzen müssen umständlich zusammengesteckt werden. Einmal verbunden lösen sich jedoch zu leicht. Der Punkt in dieser Runde – dank dieser ungewöhnlichen und innovativen Lösung – geht an den Combi Check Pro. 

Weiter auf Seite 3: Dieser Hersteller hat die einfachste Bedienung.

Alle acht Tools im Überblick gibts hier

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