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Das sind die zwölf Geheimwaffen von Siemens

Siemens meldete im Geschäftsjahr 2014 rund 4.300 Patente an. Dabei gehen über 900 Patente auf die Kappe von zwölf Forschern. Sie wurden in München als "Erfinder des Jahres 2014" ausgezeichnet. Alles zu Siemens zwölf Superhirnen lesen Sie hier.

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© Siemens Die von Peter Faubel, Division Mobility in Braunschweig, weiterentwickelten Radsensoren helfen in großen Rangieranlagen dabei, den Überblick über die Standorte von Güterwagen zu behalten. Die Sensoren senden die Messdaten der Züge drahtlos und werden gerade auf dem Gleisnetz des Rheinhafens in Karlsruhe getestet.
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Die von Peter Faubel, Division Mobility in Braunschweig, weiterentwickelten Radsensoren helfen in großen Rangieranlagen dabei, den Überblick über die Standorte von Güterwagen zu behalten. Die Sensoren senden die Messdaten der Züge drahtlos und werden gerade auf dem Gleisnetz des Rheinhafens in Karlsruhe getestet.
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Bei der Wartung von Schienenfahrzeugen haben es Techniker mit bis zu 200 untereinander vernetzten Steuerungsgeräten verschiedener Hersteller zu tun. Bisher bedeutete dies, dass sie bis zu 20 verschiedene Kabel mit sich führen und bis zu 60 verschiedene Software-Programme auf ihrem Notebook installiert haben mussten. Ralf Beyer, Systemarchitekt bei Siemens Mobility in Erlangen, hat einen webbasierten Service für Schienenfahrzeuge erfunden. Dadurch können sich Techniker von jedem internetfähigen Endgerät aus virtuell in die einzelnen Komponenten der Steuerung hineinbegeben und sich soweit in die Unterebenen »hineinbohren« (drill down diagnostics), bis sie die Ursache eines Problems entdeckt haben.
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Überall, wo Strom in Niederspannungsnetzen verteilt werden muss, regeln Leistungsschalter, welche Netzteile im Falle eines Kurzschlusses in Betrieb bleiben. Damit diese Schalter zuverlässig arbeiten, ist ausgeklügelte Mechanik gefragt. Jörg-Uwe Dahl arbeitet für die Division Energy Management in Berlin und hat beispielsweise einen Schalter mit einem platzsparenden Rotor erfunden, der zuverlässig und mit sehr geringem Stromverlust Kontakte herstellt sowie robuster ist als Vorgängermodelle.
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Die Scherwellen-Elastographie ist ein Ultraschallverfahren, bei dem die Elastizität des Gewebes untersucht wird. Sie hilft, Tumore früher zu erkennen, insbesondere bei Brust, Prostata, Leber und Schilddrüse. Siemens Healthcare brachte im Jahr 2008 diese neue Untersuchungsmethode als erstes Unternehmen auf den Markt. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Forschungsarbeiten von Liexiang Fan von Siemens Healthcare in Issaquah, Washington (USA). Seitdem entwickelt er diese Technologie kontinuierlich weiter. Die neuesten Anwendungen ermöglichen die Darstellung des untersuchten Gewebes als farbiges Bild.
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Mit der Erfindung von Christoph Lehmann, Siemens-Division Power and Gas in Mühlheim an der Ruhr, könnte zu erheblichen Einsparungen bei der Herstellung von Gas- und Dampfturbinen führen. Der Drehwerksantrieb (Turn-Motor), der den Turbinen-Generator-Wellenstrang während der Abkühlungsphase antreibt, wird nach seinen Berechnungen überflüssig: Seine Aufgabe könnte einer der beiden Hilfsgeneratoren, die bei Betriebsdrehzahl den Generatorrotor mit Strom versorgen, übernehmen, indem er auf Motorbetrieb umgeschaltet wird.
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Bei der Energieübertragung ist Ausfallsicherheit von größter Wichtigkeit. Um auch bei Störungsfällen Daten ohne Zeitverzögerung an die richtige Stelle zu leiten, hat Joachim Lohmeyer von der Siemens-Division Process Industries and Drives eine Lösung für die automatisierte Energieübertragung entwickelt.
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In den Bereich Antriebstechnik fällt die Erfindung von Hubert Schierling von der Siemens-Division Digitale Fabrik in Erlangen. Er hat hat die Regelung der Drehzahleinstellung von Elektromotoren so weiterentwickelt, dass ihre Nennleistung wesentlich besser ausgenutzt werden kann. So wird ein größerer Motor, der bisher häufig eingesetzt werden muss, überflüssig.
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Längere Lebenszeit, niedrigere Kosten, weniger Umweltrisiken sind die Vorteile von Windkraftanalgen. Der Däne Uffe Eriksen hat Lösungen entwickelt, wie Generator und Hauptlager effizienter und umweltfreundlicher gekühlt werden können. Dabei vereinfachen die neuen Technologien die Konstruktion der Anlagen und sorgt für bessere Leistung.
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Sogenannte »zählende Detektoren« in Computertomographen zeigen Instabilitäten, die Bildstörungen verursachen. Bislang war die Technologie jedoch nicht marktreif. Christian Schröter von Siemens Healthcare in Nürnberg und sein Team entwickelten eine Technologie, welche eine bessere Bildqualität bei geringer Strahlenbelastung für den Patienten ermöglicht. Auch die Diagnosemöglichkeiten für den Mediziner wurden verbessert.
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Siemens-Forscher Kevin Zhou aus Princeton, USA, hat eine neue Software entwickelt, die den Brustkorb auf Computertomographie-Bildern selbstständig erkennen, in eine 2-D-Ansicht umwandeln und alle 24 Rippen automatisch kennzeichnen kann. Radiologen können Befunde dadurch in der Hälfte der Zeit diagnostizieren. Gleichzeitig können bei geringerem Fehlerrisiko Brüche und Metastasen besser und schneller erkannt werden. Die Software wurde 2013 auf den Markt gebracht und wird bereits in 116 Krankenhäusern und radiologischen Praxen in 23 Ländern eingesetzt.
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Für Arbeitserleichterung sorgt die Erfindung von Klaus Wendelberger von der Division Power and Gas in Karlsruhe. Er automatisierte einen mühseligen Prozess: Wird die Leittechnik eines Kraftwerkes ausgetauscht, mussten bisher zehntausende Unterlagen, welche Aufschluss über sämtliche Funktionen der alten Anlage geben, manuell analysiert, übersetzt und ins neue System übertragen werden. Diesen Vorgang hat Wendelberger automatisiert und wurde daher zum »Erfinder des Jahres 2014«.
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Yue Zhuo von Corporate Technology in Peking entwickelte ein Schutzkonzept für den Bereich der Niederspannungsnetze. Sie sorgen dafür, dass sich z.B. nach einem Kurzschluss nur die betroffenen Leitungsabschnitte abschalten. Automatische Kettenreaktionen, die zu einem flächendeckenden Stromausfall führen könnten, werden so verhindert.