Kühle Kosten

Darauf kommt es bei der Kostenberechnung der Kältetechnik an

Die Betriebskosten der Kältetechnik werden häufig unterschätzt: In Deutschland verbrauchen Kälte- und Klimaanlagen allein 14 Prozent der Elektroenergie. Welche Faktoren neben der Stromkosten noch einbezogen werden müssen und warum sich Mietkälte lohnt, lesen Sie hier.

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Nicht nur die Stromkosten müssen bei der Berechnung der Kältetechnik-Kosten miteinbezogen werden.

Betreiber sollten immer alle Kosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage berücksichtigen. Und die bestehen im wesentlichen aus vier Bestandteilen:

  1. Investition: Erwerb, Montage, Inbetriebnahme usw.
  2. Betrieb: Kosten zur Deckung des Energiebedarfs, Wasserkosten usw.
  3. Instandhaltung: Wartung, Inspektion, Reparaturen
  4. Entsorgung

Die Investitionskosten

Die Kosten für den Anlagenerwerb sind oftmals ortsabhängig. Sie richten sich etwa nach der Wettbewerbssituation, der Struktur und Größe des Gebäudes oder auch dem Aufstellungsort der Kälteanlage. Außerdem richten sich die Investitionskosten nach der Leistungsgröße wie der Preisatlas des Instituts für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) zeigt.

Überdies fallen Kosten aus besonderen Systemanforderungen und -konfigurationen an. Beispielsweise müssen beim Einsatz von Ammoniak als Kältemittel besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgehalten werden. Insofern können Investitionskosten immer nur individuell für einen konkreten Anwendungsfall ermittelt werden.

Die Betriebskosten

Die Kosten zur Energiebereitstellung etwa durch Strom oder Wärme bestimmen die Betriebskosten wesentlich. Die Energiekosten richten sich zum einen nach dem Energiebedarf des Kältesystems und zum anderen nach den Kosten pro Energieeinheit. Sie hängen zudem von den Einkaufsbedingungen ab, wobei die künftige Energiepreisentwicklung im Auge behalten werden sollte. Bei der Fernwärme gib es große Preisunterschiede, die von den regionalen Gegebenheiten abhängig sind. Die Abwärmenutzung wird hingegen in der Regel mit einem Wärmepreis von 0 Euro/MWh festgelegt.

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Bei einigen Kältesystemen fallen zusätzlich Wasserkosten an, etwa bei einer offenen Rückkühlung des AKM-Systems oder einer adiabaten Kühlung des DEC-Systems. Bei den Wasserkosten wird die Bereitstellung von Frischwasser, die Menge des abgeschlämmten Wassers und die Abwasserentsorgung berücksichtigt.

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Die Instandhaltung

Instandhaltungskosten enthalten mehrere Faktoren: So werden in Wartungsverträgen die Kosten für die routinemäßige Wartung und Inspektion in Bezug auf die Investitionskosten angegeben. In der Regel werden in den Normen wie DIN EN 13779:2004, VDI 2067 oder DIN EN 15459 für Komplettanlagen vier Prozent der Investitionskosten angesetzt. Instandsetzungsarbeiten werden von den Verträgen nicht abgedeckt. Treten Störungen ein, entstehen also höhere Instandhaltungskosten.

Die Entsorgung

Entsorgungskosten werden in den Normen nicht oder nur lückenhaft behandelt. In der Praxis wird von Fall zu Fall kalkuliert, wobei ähnliche Kriterien wie bei der Instandhaltung verwendet werden können. Dazu gehören etwa die Ausführung und Leistungsgröße der Anlage, die Beschaffenheit des Kältenetzes und die Art des Kältemittels.

Die Entsorgungs- und Demontagekosten werden bei einem Rückbau anders verrechnet wie bei einer Erneuerung einer Anlage. Nach Angaben eines Kälteanlagenbauers würden für den reinen Rückbau einer mit HFKW-Kältemitteln betriebenen direktverdampfenden Kälteanlage sowie für die Entsorgung des Kältemittels etwa zwei Prozent der Investitionskosten berechnet werden müssen.

Ansätze der Kostenermittlung

Mit der Kapitalwertmethode können die Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten über die Lebenszeit einer Anlage berechnet werden. Von Betriebsjahr zu Betriebsjahr fallen die Kosten unterschiedlich aus: Anfangs fallen die Investitionskosten ins Gewicht, die Betriebskosten addieren sich dann über die Laufzeit der Anlage hinzu. Die Kosten unterscheiden sich dann entsprechend dem Zeitpunkt, an dem sie anfallen.

Der Unterschied der Kältetechnik-Kosten verschiedener Kältesysteme lässt sich beispielsweise ermitteln, indem man bei verschiedenen wassergekühlten Kältemaschinen die Kälteleistung an verschiedenen Betriebspunkten misst. So könnte man bei einer gleichen Lebensdauer der Kälteanlage, gleichen Nennkälteleistung, der gleichen Kälteträgertemperatur und den gleichen Stromkosten die Wärmeträgertemperatur an verschiedenen Betriebspunkten messen, die mit einer bestimmten Energieleistung erzeugt wird. Auf dieses Weise kann die Effizienz der Kälteanlagen festgestellt werden. Auf diese Weise kann festgestellt werden, in welchem Maße verschiedene Techniken mit jeweils unterschiedlichen Effizienzgraden verbunden sind.

Mit unterschiedlicher Kälteleistung können spezifische Kosten für Kältemaschinen anfallen. So können sich etwa bei Kältemaschinen mit Rückkühlwerk die Kosten für Hubkolben, Schrauben, Turbo und Absorber je nach angestrebter Leistung unterschiedlich entwickeln.

Kauf oder Miete?

Vor der Entscheidung für den Kauf oder die Miete einer bestimmten Kühlanlage sollten die anstehenden Kosten über den gesamten Lebenszyklus erfasst werden. Einige der Faktoren werden bei Mietkälte weniger auf das Budget schlagen als beim Kauf einer Kälteanlage – dafür sorgen schon die transparenten Preismodelle von Mietkälte-Anbietern.

Erfahren Sie in unseren Ratgebern mehr darüber, wie Sie mit Mietkälte Ihren Kältebedarf decken können, ohne langfristig Kapital in einer eigenen Anlage binden zu müssen.

(Entgeltliche Einschaltung)

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