Personalabbau

Daimler streicht 10.000 Jobs

Daimler plant einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen. Das Einsparungspotenzial für die kommenden drei Jahre soll mindestens eine Milliarde Euro ausmachen.

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Daimler plant einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen. Mindestens 10.000 Stellen würden gestrichen, kündigte Personalvorstand Wilfried Porth am Freitag in einer kurzfristig angesetzten Telefonkonferenz an. Der deutsche Konzern habe für die kommenden drei Jahre ein Einsparpotenzial von mindestens einer Milliarde Euro ausgemacht. Daimler erklärte in einer Pressemitteilung, das Management habe sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte geeinigt, um die Konzernstruktur zu verschlanken und damit Effizienz und Flexibilität zu steigern. Der Arbeitsplatzabbau sei weltweit bis Ende 2022 geplant. "Wir werden die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich gestalten", erklärte Porth. Frei werdende Stellen sollen nicht wiederbesetzt werden. Außerdem will der Konzern das Angebot zur Altersteilzeit erweitern und plant in Deutschland zudem ein Abfindungsprogramm.

Umsetzungspläne in Ausarbeitung 

Die Umsetzung soll in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat ausgearbeitet werden. Der bei der Ausgliederung der operativen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses bis Ende 2029 vereinbarte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen in Deutschland bleibe davon unberührt. Daimler hatte bereits Mitte November angekündigt, ein Sparprogramm zu starten. Ziel ist es, die Personalkosten bis Ende 2022 um rund 1,4 Milliarden Euro zu senken und die Zahl der Management-Stellen weltweit um zehn Prozent zu kürzen.

"Die Automobilindustrie steckt in der größten Transformation ihrer Geschichte", erklärte Daimler. Alle traditionellen Hersteller stehen unter Druck, Milliardensummen in die Einführung von Elektroautos und andere Zukunftsgeschäfte zu investieren. (APA/dpa)

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