Cybersecurity

Cyber-Angriff noch nicht abgewandt

Palfinger kämpft weiterhin gegen eine massive Cyberattacke. Ausmaß und Folgen sind derzeit noch unklar.

Palfinger Salzburg Cyber-Angriffe Maschinenbau

Der österreichische Kranarmhersteller wurde Opfer eines massiven Cyber-Angriffs.

Beim Kranarmhersteller Palfinger herrschte kürzlich Alarmstufe Rot. „Die Gruppe ist aktuell Ziel eines laufenden globalen Cyber-Angriffs“, gab Konzernsprecher Hannes Roither bekannt. Doch die Unruhe reißt nicht ab. Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg kämpft weiterhin gegen die Cyber-Attacke. „Der Angriff läuft noch, wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung“, so Roither.

Derzeit seien viele IT-Mitarbeiter und Forensik-Experten mit dem Angriff beschäftigt. Auch die Behörden seien mittlerweile eingeschalten worden. Fragen zu Art und Ausmaß des Angriffs und den möglichen Folgen für das Unternehmen bleiben zunächst offen. Zuletzt hieß es, dass ein Großteil der weltweiten Standorte davon betroffen sei.

Große Sicherheitslücken bei heimischen Unternehmen

Schon im Oktober kam eine Studie des Beratungsunternehmens IT-Wachdienst zum Ergebnis, dass dem Thema IT-Sicherheit in vielen österreichischen Unternehmen zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Dabei wurden die öffentlich zugängigen Server von über 50.000 heimischen Betrieben überprüft. Bei fast 38 Prozent der Industriebetriebe wurden dabei Sicherheitslücken entdeckt. Wie groß das Problem weltweit ist, zeigt eine Erhebung der Sicherheitsfirma McAfee. Demnach verursachten Cyber-Angriffe im Jahr 2020 einen Schaden von rund 820 Milliarden Euro.